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Interview: Coach Markus Egger

Markus Egger, du arbeitest seit 2017 mit Nico Beeler und Marco Krattiger zusammen. Welche Ziele hast du mit dem Team für 2018?

Das Team Beeler-Krattiger will sich 2018 in den Top 20 der Welt etablieren. Ich begleite Nico und Marco auf diesem Weg, ich führe und treibe sie an. 

Zudem planen wir langfristig. Ich bewerte die kommenden Events entsprechend und ziehe die notwendigen Schlüsse. Das Ziel ist klar: Tokio 2020!

Welche Stärken hat das Team?

Nico und Marco haben letzte Saison ein paar sehr wichtige Spiele gewonnen. Und das ist zentral: In den entscheidenden Momenten bestehen sie als Team, sie gewinnen grosse Matches gemeinsam. Diese Eigenschaft ist im Beachvolleyball ganz wichtig. Man kann sie aber nicht trainieren.

Wo hat Beeler-Krattiger noch Verbesserungspotenzial? Welches ist die grösste Herausforderung 2018?

Um Stärken zu erkennen, braucht es auch Schwächen. Ich denke, dass es Nico und Marco immer noch schwerfällt, gewisse Schwächen zu akzeptieren. Erwartungen orientieren sich oft an Extremen, an den «besten» und an den «schlechtesten» Momenten.

Unser Spiel ist zurzeit noch sehr von Emotionen geprägt. In Zukunft sollen Nico und Marco handlungsorientiert agieren. Werden sie sich der Wirkung Ihrer Handlungen noch mehr bewusst, sind ihre Aktionen weniger stark von aufkommenden Emotionen beeinflusst.

Die beiden Athleten haben sehr hohe Erwartungen an sich selbst. Das könnte eine grosse Herausforderung sein.

Welche Vorteile hat die individuellere Betreuung?

Die ganze Planung wird einfacher. Die Abstimmung zwischen zwei Trainern und drei Teams entfällt. Im nationalen Stützpunkt erwarten wir durch diese 1:1- bzw. 1:2-Betreuung (der anderen Teams) mehr Kontinuität und Flexibilität sowie eine noch zielorientiertere Arbeit von allen Beteiligten.

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