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Merci villmol!

Auch eine Mini-Tradition ist eine Tradition. Drum: Bereits zum zweiten Mal organisierten wir unser traditionelles Gönnerfest. Am 1. Dezember 2018 verbrachten wir einen supertollen Abend mit unseren Sponsoren, Gönnern, Freunden und Familien.

Dieser offizielle Saisonabschluss findet jeweils in sehr ungezwungenem Rahmen statt. Wir haben Zeit für Gespräche, zum Feiern – und für unsere Präsentation. Die Anwesenden schätzen wahrscheinlich, dass sie bei den Wettbewerbsfragen raten müssen. Und wir staunen selber über gewisse Zahlen aus der Saison 2018, die wir zusammengetragen haben.

Ob ihr in Amriswil dabei wart oder nicht: Wir danken euch allen für eure riesige Unterstützung! Ohne euch könnten wir unseren Traum nicht leben. Und der Traum, der rückt näher: 

We are on the road to Tokyo!

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Zwischensaison: Abschalten und reflektieren

Ja, was läuft eigentlich nach der Saison beim Beachvollleyball-Team Beeler/Krattiger? Wir schalten ab und machen das, was während der Saison zu kurz kommt: Erholung, Ferien, soziale Kontakte pflegen – und für einen Moment lang keine täglichen Trainings. 

Unser Programm daneben: Verletzung auskurieren (Marco) und allein im Sand trainieren sowie bei anderen Teams aushelfen (Nico). Natürlich kommen dann noch so prickelnde Dinge dazu wie Buchhaltung usw. 

Ganz wichtig ist selbstverständlich auch die Reflektion im sportlichen Bereich. Wir schauen zurück und suchen Verbesserungspotenzial. Wir setzen uns Ziele. Und wir machen einen Plan, wie wir diese erreichen können. Daneben nehmen wir an Ehrungen teil, wir pflegen Kontakte zu Sponsoren und organisieren unser Gönnerfest. Wir überdenken und entwickeln die Marke Beeler/Krattiger weiter.

Apropos: Gönner werden? Hier geht’s zu weiteren Infos.

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Fazit: Grundsätzlich ok

Bisher war Marco noch nie ernsthaft verletzt, und dann diese Saison gleich zwei Mal. Der Frust war natürlich umso grösser, weil wir merkten, was möglich gewesen wäre. Bis zu den Verletzungen spielten wir oft gut.

Es gibt einige positive Aspekte. Wir sind immer wieder stark zurückgekommen, wir hatten viele gute Momente:

  • CEV Masters Pelhrimov: 5. Rang
  • FIVB 5-Star Fort Lauderdale: 17. Rang
  • FIVB 4-Star Itapema: 5. Rang
  • «King of the Court» Huntington Beach: 3. Rang
  • Coop Beachtour: Siege in Olten und Rorschach
  • Schweizermeistertitel in Bern

Die grössten Niederlagen waren – neben der Verletzung – jeweils das frühe Out an den Turnieren von Den Haag, Xiamen und Wien.

Im mentalen Bereich haben wir viel gearbeitet. Wir kennen uns jetzt noch besser. Marco ist sicher geduldiger geworden. Und wir versuchen, noch strukturierter zu arbeiten.

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Juli bis September 2018: Gutes Comeback

Utrecht (NED): EM: 5. Platz: Das Comeback glückt! Gleich im ersten Spiel nach der Zwangspause besiegen wir Perusic/Schweiner (CZE) diskussionslos und gleich darauf die Europameister Nicolai/Lupo (ITA). Spätestens jetzt sind wir die Publikumslieblinge. Das dritte Gruppenspiel verlieren wir zwar knapp. Wir werden trotzdem Gruppensieger und stehen direkt im Achtelfinal. Dort gibt es einen knappen Sieg gegen Plavins/Tocs (LAT). Im Viertelfinal verlieren wir hauchdünn. Und wir sind sehr froh, dass der Oberschenkel von Marco hält.

Wien: FIVB 5-Star: 33. Rang: Wir gewinnen in der Qualifikation knapp gegen Erdmann/Betzien (GER). Das zweite Spiel ist wieder eng – diesmal mit dem besseren Ende für Grimalt/Grimalt (Chile). Wir sind zu unruhig und zu wenig abgeklärt. Die Enttäuschung  ist gross.

Moskau: FIVB 4-Star: 17. Rang: Wir rutschen zwei Tage vor Turnierbeginn ins Hauptfeld. Eine klare Niederlage gegen Leshukov/Semenov (RUS), dann ein hart erkämpfter Sieg gegen Winkler/Hörl (AUT) und ein schlechter Sechzehntelfinal – den wir wegen der schlechten Sideout-Quote verlieren – sind der Ertrag. 

Weil wir davon ausgehen, dass unsere Saison noch lange dauert, legen wir eine zehntägige Wettkampfpause ein, bevor es in der Schweiz weitergeht.

Rorschach: Coop Beachtour: Sieg! Wie in Olten schaffen wir den Finalzeinzug ohne Satzverlust. Gegen Breer/Haussener, Métral/Hagenbuch und Gautier-Rat/Thiercy (FRA) gewinnen wir jeweils deutlich. Der Final gegen Heidrich/Gerson ist auf hohem Niveau. Unser Selbstvertrauen ist hoch, wir bleiben aber am Boden. Denn das grosse Finale steht erst noch bevor.

Bern: Schweizermeisterschaft: Sieg! Wir gewinnen gegen Strasser/Jordan (Junior, 1. SM-Teilnahme) klar, dann folgt ein hart erkämpfter Sieg gegen Kissling/Zandbergen. Der Halbfinal ist eine knappe Sache, der Final dann bar umso klarer. Wir freuen uns sehr, aber nicht zu überschwänglich. Denn bereits am Dienstag folgt ein weiteres Highlight: Das superspannende neue Format «King of the Court».

Hawaii: «King of the Court»: Rein, und nach 20 Minuten gleich wieder draussen! So schnell kann es gehen. Wir trainieren die grosse Enttäuschung weg und machen und gleich auf zur nächsten Station der Serie.

Huntington Beach: «King of the Court»: Hier läuft es sehr gut. Wir spielen stark und kommen in den Halbfinal. Doch dann: Marco bleibt mit einem Zeh an der Seitenlinie hängen und verletzt sich erneut, diesmal eben am Fuss. Trotzdem qualifizieren wir uns für den Final, den Nico mit Robert Meuwsen spielt (ja, das geht hier). Sie gewinnen prompt Bronze.

Nach der Landung in der Schweiz geht’s sofort zum Arzt. Gebrochen ist nichts, wir erhalten das OK für das nächste Turnier. Also machen wir uns auf nach China. Die Reise wird zum Abenteuer, inklusive verpasstem Anschlussflug. Einen Tag vor Turnierbeginn kommen wir doch noch an. Wir trainieren, aber es geht nicht. Der Fuss schmerzt zu fest. Wir brechen die Saison vorzeitig ab. Zwei Turniere in China und eines in Las Vegas finden ohne uns statt.

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April bis Juni 2018: Es geht doch!

Drei Wochen Wettkampfpause: Im Beachcenter Bern sowie auf Teneriffa holen wir uns den Feinschliff für die kommenden Turniere – und ziehen eine erste Zwischenbilanz. Gegen die Topteams spielen wir oft stark, trotzdem verlieren wir. Es fehlt wirklich wenig!

Zürich: Coop Beachtour: 2. Rang: Wir starten unsicher, gewinnen aber trotzdem gegen  Kovatsch/Kissling (SUI). Nach einer frustrierenden Niederlage gegen Varenhorst/Bouter (NED) fangen wir uns. Gegen Métral/Hagenbuch und Heidrich/Gerson (beide SUI) gewinnen wir. Der Final gegen Brouwer/Meuwsen (NED) ist ein echtes Spektakel! Wir verlieren denkbar knapp, erhalten viel Lob – und erscheinen im «Sport aktuell»!

Xiamen (China): FIVB 4-Star: 25. Rang: Dieses Turnier ist zum Vergessen. Im Main Draw gibt’s gleich eine knappe Niederlage gegen Plavins/Tocs (LAT). Auch das zweite Spiel verlieren wir, diesmal gegen Prudel/Szalankiewicz (POL). Nix wie weg, die Heimat wartet!

Mersin (TUR): FIVB 3-Star: 17. Rang: Es will einfach nicht recht klappen. Gegen Novlak/Tisaar (EST) verlieren wir als Favoriten, gegen Boehle/Van de Velde (NED) gewinnen wir knapp. Auch Perusic/Schweiner (CZE) gewinnen verdient gegen uns. Nach der Rückreise in die Schweiz analysieren wir das Erlebte. Wir ändern etwas Grundlegendes und wechseln die Seiten: Nico spielt neu links, Marco rechts – wie 2014.

Luzern: FIVB 3-Star: 9. Rang: Wir sind im Main Draw, spielen gut und gewöhnen uns an die neue Ausgangslage. Das erste Spiel verlieren wir zwar knapp gegen Rosenthal/Budinger (USA). Dann gibt es zwei starke Siege gegen Walkenhorst/Winter (GER) und Berntsen/Mol (NOR). Dann haben wir Lospech: Knappe Niederlage gegen Heidrich/Gerson (SUI). Wir haben gute Ansätze gezeigt, zuversichtlich geht’s weiter nach Brasilien.

Itapema (BRA): FIVB 5-Star: 5. Rang: Wir lieben Brasilien, und Brasilien liebt uns (bzw. den Beachvolleyball-Sport)! Wir werden wie Stars behandelt, die Leute stehen für Plätze im Centercourt an. Toll, echt toll! Dann wird es einigermassen turbulent. Im ersten Spiel gibt es eine knappe Niederlage gegen Kuba. Dann wird unser Coach krank, wir bereiten uns ohne ihn auf den nächsten Match vor. 10 Minuten vor Spielbeginn erfahren wir, dass die Gegner aus Brasilien wegen einer Verletzung forfait geben müssen. Danach ziehen wir unser Ding durch. Mit viel Power gewinnen wir gegen Qatar und später – im umkämpften Achtelfinal – gegen Perusic/Schweiner (CZE). Gegen Mol/Sorum (NOR) ist dann Endstation. Stolz reisen wir ab. Das war unser wichtigstes Resultat der Saison, wie wir später feststellen.

Olten: Coop Beachtour: Sieg: In den Final ohne Satzverlust – so gefällt’s! Im Final geht’s gegen Heidrich/Gerson. Sie spielten während des Turniers nicht gleich sicher wie wir. Es wird eine klare Sache, wir gewinnen souverän. Wir sind noch sicherer, wir sind sehr überzeugt von unserer Arbeit.

Locarno: Coop Beachtour: 3. Rang: Auch hier schaffen wir es ziemlich weit ohne Satzverlust – bis in den Halbfinal. Im Viertelfinal gewinnen wir knapp gegen die Nummer 3 der Schweiz, Zandbergen/Kissling. Im Halbfinal gibt’s gegen Polen die erste Niederlage, danach schlagen wir Breer/Haussener (SUI) im Spiel um Platz 3. Nicht allzu schlecht gespielt und aufs Podest – das tut gut.

Und dann der Hammer! Marco verletzt sich mitten in der Saison. Der Muskelbündelriss im Oberschenkel verhindert die Teilnahme an drei 4-Star-Turnieren und  – trotz Hoffen und Bangen – am Major in Gstaad. Nico spielt dann in Gstaad mit Quentin Métral. Sie verlieren beide Spiele knapp. 

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Januar bis März 2018: Training und Turniere

Vorbereitung: Beachvolleyballer sind  auch Winter-Sportler. Bereits im Dezember trainieren wir zwei Mal je vier Tage in Den Haag (NED) mit Brouwer/Meuwsen, Bouter/Varenhorst (beide NED) und Koekkelkoren/Van Valle (BEL) sowie individuell im Beachcenter Bern und im Kraftraum. 

 

Den Haag: FIVB 4-Star: 25. Rang: Silvester findet wohl statt, aber praktisch ohne uns. Wir sind bereits im Wettkampfmodus. Ab dem 4.1. spielen wir in einer riesigen Indooranlage mit perfekter Infrastruktur. So schnell wir in den Main Draw rutschen, so rasch sind wir raus. 2 Niederlagen – und tschüss.

Pelhrimov (CZE): CEV Masters: 5. Rang: Dieser Kontrast! Eine kleine Halle, dazu das schlecht geheizte , drei bis vier Meter (!) hohe Festzelt zum Aufwärmen. Doch die Stimmung ist super, das Turnier echt cool! Wir gewinnen im Main Draw gegen die späteren Sieger Brouwer/Meuwsen und verlieren gegen Perusic/Schweiner (CZE), siegen gegen Winterl/Höri (AUT) und verlieren im Viertelfinal schliesslich gegen Kantor/Losiak (POL). Viele wichtige Punkte gemacht, Topteams geschlagen – wir sind trotz gutem Abschneiden enttäuscht.

Sechs Wochen Wettkampfpause: Wir schalten eine längere Trainingssequenz ein. Zuerst verbringen wir – wie üblich – zwei Wochen auf Teneriffa. Unsere Sparringpartner sind Herrera/Gavira (ESP), Fijalek/Bryl (POL) und Varenhorst/Bouter (NED). In der Schweiz sind wir vor allem im Kraftraum. Daneben pflegen wir private Kontakte. Weiter geht’s mit einem Trainingslager in Fort Lauderdale (USA), mit Einheiten auf den Feldern des nächsten Turniers. Wir spielen öfters gegen Perusic/Schweiner und gewöhnen uns an den Wind. Das bringt uns einen Vorteil gegenüber den kurzfristig angereisten Teams.

Fort Lauderdale: FIVB 5-Star: 17. Rang: Wir überstehen die Qualifikation mit zwei Siegen dank mehr Klasse und Geduld gegen Erdmann/Betzien (GER) und – bei viel Wind – Gregory/Sheaf (GBR). Es folgen: knappe Niederlage gegen Alison/Bruno (BRA), solider Sieg gegen Sivolap/Yarzutkin (RUS) und sehr knappe 3-Satz-Niederlage gegen Plavins/Tocs (LAT). Mega enttäuscht reisen wir sofort zurück. Nico feiert trotz des Frusts einen Teil seines Geburtstags im Flugzeug. Prost! Wir sind knapp 24 Stunden in der Schweiz, und schon wartet der nächste Flug.

Doha (Qatar): FIVB 4-Star: 25: Rang: Hitze und viel Wind erwartet uns. In der Qualifikation siegen wir nach grossem Kampf gegen Novlak/Tisaar (EST). Noch härter ist der Fight gegen Brouwer/Meeuwsen (3 Satz-Niederlage). Im Pool verlieren wir auch noch gegen Cherif/Ahmed Tijan knapp. Enttäuscht und doch irgendwie stolz fliegen heim. Denn wir haben gegen die späteren Sieger bzw. Drittplatzierten verloren.

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Vorzeitiges Saisonende

Wir hatten uns für den „Schlussspurt“ der Saison sehr viel vorgenommen. Mit starken Leistungen an den Turnieren in Rorschach, Bern und Huntington Beach konnten wir gut Selbstvertrauen tanken und waren somit bereit für den letzten Showdown der Sasion. Hier in China wird uns aber auf die harte Tour bewusst, dass man nicht alles planen kann. 

Wir müssen die letzten drei Turniere der Saison absagen.

Erst mal der Reihe nach:

Wir spielen Samstag und Sonntag in Huntington ein starkes Turnier. Überstehen nicht nur die Hammergruppe mit Herrera/Gavira, Plavins/Samoilovs, Brouwer/Meeuwsen, Mol/Sorum und Harley/Ricardo sondern spielen uns direkt ins Semifinale. Dort läufts weiterhin gut - bis Marco sich am Fuss verletzt. Wir qualifizieren uns dennoch fürs Finale, können dann aber nicht mehr als Team antreten. Marco kühlt seinen Fuss und kommentiert am Livestream, Nico gewinnt mit Robert Meeuwsen (NED) Bronze. Am Ende des Tages stehen wir zu Dritt auf dem Podest.

Wir fliegen am Montag zurück in die Schweiz - Marco mit Eis auf dem Fuss, Nico krankheitshalber neben/auf der Flugzeugtoilette. Direkt nach der Landung geht Marco röntgen. Bei Beiden gibts gute Nachrichten. Nico erholt sich und bei Marco ist nichts gebrochen. Zwei Tage später sind wir trotz allem bereits wieder am Flughafen. Dort erfahren wir, dass unser Flug drei Stunden verspätet ist. So verpassen dann auch unseren Anschlussflug in Shenzhen. Es ist wie verhext. Wir finden keinen anderen Flug, fahren mit der Metro eine Stunde ins Stadtzentrum und versuchen uns ein Zugticket zu ergattern. Nichts da. Das ganze Wochenende ausgebucht. Also gehts zurück an den Flughafen, wo uns das Selbe mitgeteilt wird. Keine Tickets, alles ausgebucht. Online finden wir einen Flug ins Landesinnere und von da aus nach Nanning. Auch dieser Flug ist verspätet, da es irgendwie ein blinder Passagier ins Flugzeug schaffte. Alle müssen nochmals aus- und wieder einsteigen. Wir landen fast pünktlich und schaffen es 10 Minuten vor Checkin-Schluss unser Gepäck aufzugeben. In Qinzhou kommen wir dann Sonntag Morgen um 02:00 an und fallen Todmüde ins Bett. (Zirka 36h Reise, 15h mehr als geplant und jede Menge Reisestress) 

Am Sonntag Nachmittag versuchen wir locker zu trainieren. Marco muss aber bereits nach wenigen Ballkontakten abbrechen, da sein Fuss ihm starke Schmerzen bereitet. Wir sind frustriert und müssen das Turnier in Quinzhou absagen, hoffen aber weiterhin an den kommenden zwei 4 Star Turnieren teilnehmen zu können.

Drei Tage später macht Marco den nächsten Versuch einige Schritte im Sand zu machen. Wir merken schnell, so macht dass keinen Sinn. Wir beenden unsere Saison mit bitterem Nachgeschmack und sind jetzt auf dem Nachhauseweg. Ein komisches Gefühl!

Der ausführlicher und vor allem positiverer Saisonrückblick folgt. Versprochen!

Nun werden wir erstmal medizinische Abklärungen treffen und dann weiter planen. Wir halten euch auf dem Laufenden. Vielen Dank für Eure grossartige Unterstützung in allen Situationen. 

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Huntington Beach (USA): King of the Court 22.-23.9.: 3. Platz

Am Montag, 17.9., fliegen wir von Waikiki nach Los Angeles. Wir benötigen wegen 3 Stunden Zeitverschiebung und 6 Stunden Flug praktisch einen ganzen Tag für die Reise. 

Abends bringt uns ein Car nach Huntington Beach ins Hotel. Dort sind wir erst einmal ziemlich überwältigt. Unser Zimmer ist ein Appartement mit Wohnzimmer, Balkon inkl. Meerblick usw. Und das Abendessen wird auf der Dachterrasse serviert. Trotz der Luxus-Umgebung: Natürlich trainieren wir auch in den nächsten Tagen. Wir wollen ja eine gute Falle machen auf dem Court.

Nach der Hawaii-Woche fühlt sich das Ganze beinahe wie eine Schulreise an. Doch auf dem Court, da ist fertig mit lustig. Diese Mischung macht die Tour wirklich zu einem tollen Erlebnis.

Zum Business: Wir werden dem Hammer-Pool zugelost. Auf uns warten Ricardo Santos/Harley Marquez (BRA, Olympiasieger, Weltmeiste usw.), Alexander Brouwer/Robert Meeuwsen (NED, Olympiabronze, Weltmeister 2015), Anders Mol/Christian Sorum (NOR, aktuelle Weltnummer 1), und Aleksandrs Samoilovs/Martins Plavins (LAT, Olympia-Bronze, mehrfache Worldtour-Sieger).

Wir starten besser als in Hawaii, wir punkten früh und liegen zu Beginn sogar in Führung. Der Wind lässt nicht sehr viel Servicedruck zu, das macht die Annahme einfacher. Wir nutzen das gut aus, gewinnen Runde 2 und 3 und sind direkt für den Halbfinal qualifiziert. Am Sonntag sind wir dann im Halbfinal-Pool mit Herrera/Gavira, Marciniak/Zaun (USA, kennen wir gar nicht), Trevor Crabb/Tri Bourne (USA, Nationalkader USA, Crabb gewann diese Saison zwei FIVB Turniere) und Aleksandrs Samoilovs/Martins Plavins. Wir spielen erneut sehr stark und sind auf bestem Weg Richtung Final. Kurz vor dem Ende verletzt sich Marco an der Zehe. Glücklicherweise läuft die Zeit aus, die Final-Qualifikation ist geschafft. 

Marco kann aber nicht antreten. Deshalb spielt Nico mit Robert Meeuwsen (NED) weiter. Ein solcher Partner-Wechsel ist nur möglich, weil diese Events keine offiziellen Regeln haben und keinem Verband unterstellt sind. Wir machen also das Beste aus der Situation. Marco kommentiert am Livestream, Nico übersteht alle Runden. Schlussendlich wird er Dritter. Witzig und einmalig: Fürs offizielle Siegerfoto stehen wir zu dritt auf dem Podest.

Am Montag fliegen wir zurück in die Schweiz, wo sich Marco genauer untersuchen lässt.

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Waikiki (Hawaii/USA): King of the Court 14.9.: letzter Platz

King of the Court? Noch nie gehört? Keine Sorge, wir kannten dieses neue Format bis zu den Europameisterschaften Mitte Juli auch nur vom Hörensagen. 

In Utrecht bekamen wir dann eben vom Organisator dieser Mini-Tour die Anfrage, ob wir an den vier Einladungsturnieren in Utrecht (NED), Antwerpen (BEL), Hawaii und Huntington Beach (beide USA) teilnehmen wollten.

Und ob wir wollten! Leider fehlten wir wegen der Schweizermeisterschaften an den ersten Tourstopps in Europa.

Am Dienstag nach unserem Sieg in Bern fliegen wir via Los Angeles nach Hawaii. Es regnet am ersten Tag, danach wird das Wetter besser. Die Sightseeing-Tour wird zum Erlebnis.

Am Freitag, 14.9., geht es dann bereits los auf dem Court. Es gibt mehrere Pools mit je 5 Teams. In unserem Pool sind Aleksandrs Samoilovs/Martins Plavins (LAT), Pablo Herrera/Adrian Gavira (ESP), Trevor Crabb/Tri Bourne (USA) und Casey Patterson/Stafford Slick (USA). Wir treffen hier auf die besten Beachvolleyball-Teams der Welt. Zwei Teams sind aber auf jeden Fall erwähnenswert. Herrera/Gavira gewannen das erste Turnier in Utrecht, und  Samoilovs/Plavins sind sehr erfahren. Sie sind schon länger Weltklasse. 

Wie funktioniert King of the Court? 

Fünf Teams sind abwechslungsweise auf einem einzigen Feld im Einsatz. Zwei spielen, drei warten auf den nächsten Fehler der Gegner.

Regeln:

  • Punkte gibt’s nur auf der „King-Feldhälfte. 
  • Wer beim Service erfolgreich ist, erhält keine Punkte. Man wechselt aber auf die King-Seite. Dort gibt’s wieder Punkte.
  • Die Punkte werden in jeder der 3 Runden gutgeschrieben, kann diese aber nicht in die nächste Runde mitnehmen. Alle beginnen wieder bei 0.
  • Runde 1 dauert 20 Min. Wer bis dahin am wenigsten Punkte gesammelt hat, fliegt raus.
  • Runde 2 dauert 16 Min. Die restlichen 4 Teams spielen um Punkte, das schlechteste Team scheidet aus.
  • In Runde 3 wird nach 20 Minuten das schlechteste Team eliminiert. Die anderen Teams sind für den Final qualifiziert. 
  • Der Pool-Dritte mit den meisten Punkten kommt als Lucky Loser in den Halbfinal. Dort geht das Spiel wieder von vorne los, bis am Schluss ein Team «King of the Court» ist.

Und wie weit haben wir es geschafft? Wir verpassen die Qualifikation für die nächste Runde und scheiden als Erste nach 20 Minuten aus. Das ist echt frustrierend. 

Trotzdem: Die Tour ist extrem cool organisiert. Hotel-Übernachtung im Hilton, gemeinsame Essen, Rahmenprogramm inkl. Surf-Lektion – alles ist bezahlt. Wir fühlen uns wirklich wie Könige. 

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Bern: Schweizermeisterschaften 5.-7.9.: 1. Platz!

Wir sind als Nummer 2 gesetzt und wollen nach der Finalniederlage vom letzten Jahr den Sieg. Und der führt über den Final gegen die Nummer 1, Heidrich/Gerson. Eigentlich. Wenn wir denn unser Spiel abrufen können. Und wenn keines der anderen Teams einen Exploit landet. Und wenn…

Anyway, was wir sicher wissen: Wir geniessen es extrem, für einmal mit dem Tram statt mit dem Flugzeug ans Turnier zu reisen. Vorhang auf!

Zum Turnier: 

1. Spiel: 2:0-Sieg (21:11, 21:16) gegen Alexei Strasser/Jonathan Jordan (SUI). Den 18-jährigen Jordan kennen wir absolut nicht. Wir wissen nicht, was da auf uns zukommt. Doch die Taktik ist klar: Jordan anspielen und unser Spiel abgeklärt durchziehen. Das gelingt uns gut. Strasser kann dem jungen Basler nur bedingt helfen. Im 2. Satz kommen sie zwar mit schnellen Pässen besser ins Spiel. Too late, wir gewinnen.

Viertelfinal: 2:1-Sieg (20:22, 21:19;15:12) gegen Michiel Zandbergen/Gabriel Kissling (SUI).

In Locarno gewannen wir den Viertelfinal gegen die beiden denkbar knapp (21:19, 21:19). Und auch heute wird es eng.

Die Gegner starten stark, sie liegen immer voraus. Doch gegen Ende des 1. Satzes holen wir dank gutem Service und starker Defence von Nico wieder auf. Wir wehren 3 Satzbälle ab, trotzdem verlieren wir den Satz.

Obwohl wir nicht super spielen, gewinnen wir den ausgeglichenen 2. Satz knapp. Im Tiebreak überzeugt Nico mit vielen guten Aktionen in der Verteidigung. Marco serviert stark und schlägt gegen Satzende ein wichtiges Ass.

Halbfinal: 2:1-Sieg (21:17, 19:21, 15:12) gegen Yves Haussener/Florian Breer (SUI).

An und für sich ist es klar: Wir sind der Favorit. Denn wir haben die letzten 2 Begegnungen gewonnen, und wegen der physischen Überlegenheit können wir uns nur selber schlagen.

Den anfangs ausgeglichenen 1. Satz gewinnen wir dank einer Punkte-Serie klar. Wir sind auf Kurs. Doch im 2. Satz starten die Basler stark, sie gehen in Führung und gewinnen den Satz.

Der 3. Satz ist umkämpft. Wir können uns nie richtig absetzen, gewinnen ihn aber trotzdem.

Nach dem Spiel sind beide Teams enttäuscht: Breer/Haussener wissen, dass heute ein Sieg möglich gewesen wäre. Und wir? Wir haben nicht so gespielt, wie wir wollten.

Final: 2:0-Sieg (21:15, 21:18) gegen Adrian Heidrich/Mirco Gerson (SUI).

Die Ausgangslage ist sehr spannend. Mittlerweile steht es 3:1 bei den Direktbegegnungen. 

Mirco startet gleich mit einem Ass ins Spiel. Wir lassen uns davon aber – wie schon in Rorschach – nicht beeindrucken und machen unser Spiel. Marco gelingen einige Blockpunkte, und im Sideout sind wir souverän. Den 1. Satz gewinnen wir klar. 

Im zweiten Satz setzen wir uns sofort ab. Die Gegner kommen aber nochmals auf 11:10 heran. Wir werden kurz unruhig, finden aber wieder zu unserem Spiel und gewinnen. Schweizermeister!

Bei der traditionellen Abschlussparty am Abend halten wir uns zurück. Denn bereits am Dienstag fliegen wir nach Hawaii. Der «King of the Court» wartet!

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Rorschach: Coop Beachtour 24.-26.8.: 1. Platz!

Viele Teams beenden die Saison jeweils nach der Schweizermeisterschaft Anfang September. Wir hingegen haben in der Saisonplanung festgelegt, bis Ende Oktober zu spielen.

Damit wir bis dann frisch bleiben, machen wir nach dem Turnier in Moskau einen 10-tägigen Break – getrennt und an unterschiedlichen Orten. Wir kehren extrem motiviert zurück auf die Tour. Schliesslich steht das Heimturnier von Marco an! Und da wollen wir unser bestes Spiel zeigen, die Fans begeistern – und gewinnen! Wir wissen aber auch, dass wir realistisch bleiben müssen und nicht von Anfang an Top-Leistungen erwarten können.

Da Nico in der Woche vor dem Turnier noch abwesend ist, bereitet sich Marco gemeinsam mit einem guten Trainingspartner – dem französischen Blockspieler Maxime Thiercy – in Bern auf Rorschach vor. Das ist perfekt: Die beiden sind gute Freunde, und sie kennen sich schon lange. Denn sie sind gleich alt und nehmen seit den Juniorenzeiten 2014 an denselben Wettkämpfen teil.

Die letzten, intensiven Trainings am Tag vor dem Turnier absolvieren wir auf den neuen Beachvolleyball-Feldern in Amriswil – assistiert von unserem «Local Coach» Reto Krattiger, aka Bruder von Marco.

Zum Turnier:

1. Spiel: 2:0-Sieg (21:17, 21:8) gegen Yves Haussener/Florian Breer (SUI). Wir sind zwar physisch überlegen, aber die beiden sind technisch und taktisch echt stark. Zudem ist ihr unkonventioneller Spielstil eine Herausforderung. Weil sie kleiner sind als die meisten auf der Tour und spektakulär spielen, haben sie das Publikum in der Regel auf ihrer Seite.

Diesmal bringt ihnen das nichts: Wir haben Heimvorteil! Im 1. Satz machen wir ein paar Fehler zu viel. So halten wir sie etwas im Spiel. Trotzdem gewinnen wir den Satz souverän. Der 2. Satz ist eine klare Sache. Wir haben sie so gut im Griff, dass sie beinahe verzweifeln.

2. Spiel: 2:0-Sieg (21:18, 21:13) gegen Quentin Métral/Simon Hagenbuch (SUI). Schon vor dem Spiel gibt es Sticheleien zwischen Marco und Quentin. Dies ist normal, die beiden verstehen sich sehr gut. Und was man nicht weiss: Seit 2014 hat Marco nicht mehr gegen Quentin verloren. (Dafür gewinnt dieser jeweils im Tischtennis.)

Wegen des regnerischen, kühlen Wetters hat es nicht sehr viele Zuschauer. Sie sehen einen ausgeglichenen 1. Satz und einen 2. Satz, den wir dank viel Druck im Service und fast fehlerfreiem Sideout dominieren.

Halbfinal: 2:0-Sieg (21:15, 21:18) gegen Arnaud Gautier-Rat und Maxime Thiercy (FRA).

Alle vier Spieler freuen sich sehr auf diesen schlussendlich sehr ausgeglichenen Match. Wir spielen selbstsicher, abgeklärt und fokussiert. Die Gegner spielen zwar nicht schlecht, aber sie holen nicht auf. Wir gewinnen. Das tut gut!

Die kurze Auszeit vor dem Turnier scheint sich gelohnt zu haben. Wenn wir so fokussiert spielen, kommen die Gegner kaum zu Punkten.

Final: 2:1-Sieg (21:17, 19:21, 15:12) gegen Adrian Heidrich/Mirco Gerson (SUI).

In den Direktbegegnungen führen wir zwar 2:1, doch unsere Gegner waren 2018 international erfolgreicher und liegen in der Weltrangliste vor uns – wahrscheinlich auch wegen der vierwöchigen Verletzungspause von Marco.

Die beiden haben aber auch hervorragend gespielt: Der 3. Platz am FIVB 3* Turnier in Luzern und der 9. Platz am FIVB 5* Turnier in Gstaad sind Top-Resultate!

Allerdings haben wir sie auf der Coop Beachtour – in Zürich und Olten – zweimal geschlagen. In Luzern waren sie stärker. Alles in allem ist die Ausgangslage vor dem Final sehr offen.

Beide Teams starten denn auch mit viel Druck im Service und wenig Sicherheit im Spielaufbau. Die Gegner sind bis 13:15 in Führung. Mit einem Break zwingen wir Heidrich zu Fehlern – der 1. Satz gehört uns!

Wir starten gut in den 2. Satz, wir kontrollieren das Spiel und setzen Heidrich immer wieder unter Druck. Doch plötzlich punkten die anderen regelmässig. So verlieren wir den Satz knapp.

Im 3. Satz ändern wir die Taktik: Wir servieren auf Gerson. Das funktioniert, wir gewinnen den Satz und das Spiel.

Eine perfekte Rückkehr nach der Wettkampfpause vor grossartigem Heimpublikum  - wir sind superhappy!

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Moskau: FIVB 4-Star 8.-12.8.: Out in der 1. Runde

Mega cool: Zwei Tage vor der Anreise rutschen wir noch ins Hauptfeld. Das nimmt viel Druck und gibt uns einen Tag mehr Zeit für die Akklimatisation.

Wir nutzen das Geschenk für ein Training mit dem neu formierten brasilianischen Team Alison (Olympiasieger)/Andre (Weltmeister), Physiotherapie und Sightseeing (Roter Platz). Unser Hotel ist sehr speziell. Bis zum 10. Stock sind die Zimmer eher alt, darüber sehr modern, und zuoberst – im 20. Stock – gibt es eine Karaoke-Bar und eine Disco.

Das Turnier findet im schönen und sehr belebten Gorky Park statt. Der Park ist riesig, mit vielen Kaffees, Sportplätzen, kleinen Weihern, grossen Rasenflächen und Bäumen.

Zum Turnier (Gruppenphase):

1. Spiel: 0:2-Niederlage gegen Ilya Leshukov/ Konstantin Semenov (RUS, EM-4. 2018, ). Das Duo spielt erst seit dieser Saison zusammen – und ist ziemlich erfolgreich (1 x Sieg, 1 x Bronze auf der World Tour).

Auf dem eher spärlichen besuchten Center Court verlieren wir klar und deutlich, in Annahme und Angriff geht nichts. Die Russen sind einfach besser.

2. Spiel: 2:1-Sieg (19:21, 21:19, 15:7) gegen Tobias Winter/Julian Hörl (AUT). Auch dieses Duo gehört zu unserem Freundeskreis auf der Tour. Tobias und Nico sind gleich alt, wir haben in der Juniorenzeit viele gemeinsame Turniere absolviert. 

Bereits nach wenigen Spielzügen ist klar: Das wird ein hartes Stück Arbeit. Während der ersten beiden Sätze ist es ein Hin und Her. Wir spielen zu ungenau und können uns nie wirklich absetzen. Erst im 3. Satz passt’s, wir finden zu unserer alten Stärke, gewinnen den Durchgang klar und schaffen es in die 1. K.O.-Runde.

1. K.O.-Runde: 0:2-Niederlage (15:21, 15:21) gegen Tayler Crabb/Jacob Gibb (USA). Das gestandene Main Draw-Team kam in Gstaad auf den 4. Rang. Und das bekommen wir zu spüren. Wir kämpfen zwar gut und punkten oft in Block und Defense. Im Sideout können wir aber nicht mithalten. Unsere Analyse nach dem Spiel: Annahme und Zuspiel sind verbesserungswürdig. Die Top 15 sind in diesen Bereichen konstanter, und das erleichtert ihnen den Angriff.

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Wien: FIVB 5-Star 31.7.-5.8.: Out in der Quali

Das wohl berühmteste Beachvolleyball-Turnier, obwohl es erst zum 2. Mal stattfindet! Gespielt wird auf der Donauinsel, das Stadion fasst 10‘000 Zuschauer. Am Samstag stehen die Fans ab 5 Uhr morgens an, um aufs Gelände zu kommen. 

Wir müssen in die Qualifikation. Es ist extrem heiss. Wir kühlen unsere Körper mit Eistüchern und Kühlwesten, so gut es geht.

Zum Turnier:

1. Spiel: 2:1-Sieg (17:21, 21:13, 15:11) gegen Jonathan Erdmann/Max Betzien (GER). Die beiden sind gute Freunde von uns. Wir starten unruhig und verlieren prompt den 1. Satz.

Danach finden wir zu unserem Spiel. Die Sätze 2 und 3 gewinnen wir souverän.

2. Spiel 2:0-Niederlage (19:21, 19:21) gegen Grimalt/Grimalt (CHI). Wer gewinnt, steht im Haupttableau. Unsere Gegner kommen direkt aus Tokio, wo sie ein FIVB 3-Star-Turnier gewonnen haben.

Trotz Unruhe bei Spielaufbau, Annahme und Zuspiel halten wir gut mit. Wir liegen immer wieder in Führung, können diese aber nie halten oder gar ausbauen. Dafür agieren wir im Angriff schlicht zu wenig clever.

Wir sind in beiden Sätzen dran und beenden sie jeweils mit einem Doppelfehler. Sehr frustrierend!

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Utrecht: EM 15.-22.7.: Neustart geglückt

Am Sonntag geht’s direkt nach Holland, am Montag spielen wir bereits wieder im Main Draw. Die Erwartungen sind tief. Für Marco geht es primär darum, die EM heil zu überstehen. Ohne wirkliche Vorbereitung in ein so wichtiges Turnier zu starten, kann auch eine Chance sein. Genau das trifft ein.

Gemeinsam mit unserem Sportpsychologen Philippe und Headcoach Markus definieren wir als Ziel, jeden Punkt voll zu spielen und uns nur auf unser Spiel zu konzentrieren. Auf eine Zielsetzung in Bezug auf das Resultat verzichten wir.

Zum Turnier (Gruppenphase):

  1. Spiel: 2:0-Sieg (21:16, 21:14) gegen Persusic/Schweiner (CZE, aktuelle Weltnummer 13). Ohne Druck oder grosse Erwartungen spielen wir frei und praktisch ohne Fehler. Die Gegner verzweifeln fast. Den Spielstand beachten wir erst am Schluss. So einfach geht’s. 
  1. Spiel: 2:1-Sieg (16:21, 21:18, 15:9) gegen Nicolai/Lupo (ITA/Olympia-2. In Rio, aktuelle Europameister und Weltnummer 7). Wir sind die klaren Aussenseiter und starten verhalten. Im 1. Satz machen wir ein paar Eigenfehler zu viel. 

Im 2. Satz setzen sich unsere Gegner ab. Marco gelingen 3 Blocks vom 8:10 zum 11:10. Das gibt uns Selbstvertrauen, wir spielen im Side-Out konstanter und setzen die Italiener unter Druck. Der 2. Satz geht an uns.

Der 3. Satz startet ausgeglichen. Danach spielen wir uns in einen Rausch, das Publikum ist begeistert von unserem Kampfwillen. 

Marco meint zum Match: «Wir brauchten etwas Zeit, um unser Spiel zu finden. Nachdem wir wussten, was wir anzupassen haben, konnten wir dies erfolgreich umsetzen. Es gelang uns, aktiv zu agieren, anstatt nur auf die Aktionen von Lupo/Nicolai zu reagieren:»

  1. Spiel: 1:2-Niederlage (21:14, 17:21, 13:15) gegen Basta/Kolaric (SRB). Nach 2 Siegen sind wir klarer Favorit. Mit einem weiteren Erfolg wären wir Gruppensieger. Zudem sind unsere Gegner das erste serbische Team überhaupt, das an einer EM teilnimmt.

Im 1. Satz ist das Spiel lange ausgeglichen. Nach einem TTO (Technical Timeout nach 21 gespielten Punkten) drehen wir auf, wir haben den Verteidigungsspieler Lazar Kolaric gut im Griff. Er muss sehr risikoreich spielen, um den Ball in unsere Hälfte zu bringen. Prompt macht er Fehler, wir gewinnen den Satz klar.

Danach ändert sich das Bild: Die Serben stehen mit dem Rücken zur Wand und spielen ihr bestes Beachvolleyball. Wir erwischen keinen guten Start in den 2. Satz. Trotzdem kämpfen wir uns wieder heran, aber es reicht nicht. Wir verlieren.

Weil wir gegen die Tschechen klar gewonnen haben, sind wir trotzdem Gruppensieger und kommen direkt in den Achtelfinal. Dort treffen wir auf Pavins/Tocs (LAT), die im Sechzehntel-Final Sivolap/Yarzutkin (RUS) 2:0 (21:14, 21:14) geschlagen haben.

Achtelfinal: 2:1-Sieg (15:21, 21:19, 16:14) gegen Martins Plavins/Edgars Tocs (LAT/aktuelle Weltnummer 6). Die Begegnungen in dieser Saison in Fort Lauderdale und Xiamen haben wir jeweils im Tiebreak verloren. Diesmal behalten wir das bessere Ende für uns. Den 1. Satz verlieren wir zwar, weil Verteidiger Plavins (3. Platz Olympia 2012) gut retourniert.

Im 2. Satz läuft es zuerst auch nicht nach unserem Geschmack. Doch mit dem begeisterten Publikum im Rücken drehen wir gegen Ende des Satzes auf und gewinnen ihn schliesslich.

Das Tiebreak ist sehr ausgeglichen. Wir gewinnen dank grossem Kampfgeist in der Verlängerung.

Nico nach dem Spiel: «Wir verloren diese Saison gegen Plavins/Tocs zweimal knapp. Nun sind wir nach einem aufopferndem Kampf sicher der glücklichere Sieger.»

Viertelfinal: 2:0-Niederlage (19:21, 18:21) gegen Adriàn Gavira/Pablo Herrera (ESP/aktuelle Weltnummer 7). Der Match gegen unsere guten Freunde und Trainingspartner auf Teneriffa ist sehr ausgeglichen. Beide Teams spielen konstant und auf hohem Niveau. Nur sind unsere Gegner ein wenig abgeklärter, sie gewinnen das hart umkämpfte Spiel knapp.

Nico nach dem Spiel: «Wenn der Erfolg so nahe ist, hätte man gerne noch mehr. Deshalb sind wir momentan etwas enttäuscht. Aber wir konnten uns nun mit einem guten Spiel von den Europameisterschaften verabschieden. Mit dem 5. Rang sind wir sehr zufrieden, insbesondere wenn man bedenkt, dass Marco von einer Verletzungspause zurück kam.»

Marco sagt: «Es ist etwas traurig, dass die EM bereits wieder vorbei ist. Wir kamen hier hin und wussten nicht, ob wir das Turnier überhaupt zu Ende spielen können. Dann lief es uns so gut, und mit diesem Publikum machte es gleich doppelt Spass. Deshalb hätten wir gerne noch weitergespielt.»

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Marco: wieder fit!

Wie kommt man von einer Verletzung mitten in der Saison möglichst schnell zurück? Marco hat’s vorgemacht – auch und vor allem dank seines unbändigen Willens und der Unterstützung der medizinischen Abteilung der Schulthess Klinik.

Am Anfang war da dieser stechende Schmerz beim Sprint Mitte Juni. Das MRI zeigte einen Muskelfaserriss im Oberschenkel, was in der Regel eine Pause von etwa 6 Wochen bedeutet.

Marco weiss: Das Turnier in Gstaad verpasst er, aber für die EM in Holland reicht es bei optimalem Heilungsverlauf. Sofort beginnt die Physiotherapie. Während der ersten zwei Wochen muss Marco komplett auf Sport verzichten. Das ist für Ihn ziemlich hart. Dann geht es stetig vorwärts. In Woche 3 folgen Kniebeugen ohne Gewicht und der Hometrainer. Er ist natürlich top motiviert und freut sich über die Fortschritte. Immer mehr Gewicht bei den Kraftübungen, dazu lockere Laufschule – pro Tag ergibt das eine Stunde Kraft- und Athletik-Übungen mit anschliessender Massage. Ergänzt wird das Ganze durch leichte Übungen mit dem Ball. Ruckartige, explosive Bewegungen sind nach wie vor verboten.

Kurz vor dem Turnier in Gstaad zeigt der Untersuch, dass es definitiv zu früh wäre für eine Rückkehr auf die Tour. Die Enttäuschung ist natürlich gross!

Trotzdem ist Marco in Gstaad, er trainiert weiter unter Aufsicht der Physiotherapeuten. Zudem nutzt er die Zeit – zum Teil gemeinsam mit Nico – für Medien- und Sponsoren-Termine sowie Fotoshootings und Video-Aufnahmen mit dem Videoteam der Beach Major Series. Am Donnerstag trainiert er noch allein, am Freitag und Samstag erstmals wieder mit Nico. Spätestens jetzt ist klar: Der EM steht nichts mehr im Weg!

Apropos: Nico, was macht man, wenn der Teamkollege verletzt ist?

«Ich habe 3 Wochen lang allein im Sand trainiert. Daneben habe ich soziale Kontakte gepflegt. Die Vorfreude auf Gstaad war da, es ist ein Highlight im Turnierkalender. Das Turnier bestritt ich mit Quentin Métral. Wir konnten gut mithalten und die Gegner fordern. Schliesslich verloren wir zwei Mal (23:21, 21:16). Trotz allem: Die Stimmung war gut, das Wetter perfekt. Der Auftritt mit Quentin hat mir viel Spass gemacht.»

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Krattiger an Beachvolleyball‐EM dabei – in Gstaad jedoch nicht

Bern, 4. Juli – Nachdem sich Beachvolleyballer Marco Krattiger Mitte Juni verletzt hat, muss er für

das Gstaad Major von nächster Woche absagen. Die Teilnahme an der Europameisterschaft in der

Folgewoche ist hingegen dank eines guten Heilungsverlaufes möglich. Krattigers Partner Nico

Beeler tritt in Gstaad mit Quentin Métral an.

Nächsten Dienstag startet in Gstaad einer der weltweit bekanntesten, jährlich wiederkehrenden

Sportevents der Schweiz: das FIVB Beachvolleyball Swatch Major Gstaad. Dieses Turnier ist eines von

nur drei Turnieren der höchsten 5‐Stern‐Kategorie auf der Beachvolleyball World Tour. Jährlich zieht

die einzigartige Kombination von idyllischer Bergkulisse und Weltklasse‐Beachvolleyball rund 45'000

Zuschauer ins Berner Oberland. Nicht nur für Volleyballfans ist deshalb die Turnierwoche in Gstaad

ein Highlight in der Jahresplanung – auch die Spielerinnen und Spieler geben alles für das Privileg, die

beeindruckende Stimmung vom Feld aus erleben zu dürfen.

Getragen vom euphorischen Publikum erreichten Marco Krattiger letztes Jahr zusammen mit seinem

Partner Nico Beeler den neunten Schlussrang. Nicht zuletzt deshalb ist die Enttäuschung darüber,

dass er dieses Jahr nicht dabei sein kann, beim 23‐jährigen Thurgauer gross: «Die Spiele in Gstaad

sind für uns Schweizer Athleten ein riesiges Highlight und es schmerzt, dass ich den Event dieses Jahr

als Spieler verpasse. Schlussendlich entscheidet aber in dieser Situation der Körper respektive die

ärztliche Empfehlung und nicht das Herz oder der Kopf. Das Risiko einer erneuten Verletzung wäre

bei einer Teilnahme in Gstaad noch zu gross. Ich bin jedoch froh, dass ich dank der raschen

Fortschritte an der Europameisterschaft in Holland antreten kann.»

Dass Beeler/Krattiger nur einen Monat nach Krattigers Verletzung die Europameisterschaft vom 15.–

  1. Juli 2018 in Holland bestreiten können, darf als grosser Erfolg der medizinischen Abteilung der

Schulthess Klinik gewertet werden. Krattiger arbeitet täglich mit ihnen zusammen an seiner

Rehabilitation.

Auch Krattigers Partner Nico Beeler zeigt sich erleichtert, dass die Europameisterschaftsteilnahme

möglich ist: «Als Beachvolleyballer ist man sehr stark auf seinen Partner angewiesen. Deshalb war

Marcos Verletzung auch für mich ein Rückschlag. Klar wäre es super gewesen, wenn es für Gstaad

gereicht hätte. Nun bin ich jedoch froh, dass wir die EM gemeinsam in Angriff nehmen können.»

Nico Beeler darf die Gstaader Atmosphäre trotzdem aus der Spieler‐Perspektive erleben. Er wird für

dieses Turnier mit Quentin Métral zusammenspannen.

Weitere Informationen:

─ Markus Egger, Cheftrainer Männer Beachvolleyball Swiss Volley, 

─ Philippe Saxer, Direktor Beachvolleyball Swiss Volley, 

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Marco plays the waiting game

Marco sprach mit Beach Major Series über seine Verletzung am Oberschenkel und über seine hoffentlich baldige Rückkehr. Hier gehts zum Artikel:

Marco Krattiger is talking with a smile on his face which, given his situation, is admirable. But then again, when you’re talking about Gstaad, smiling comes pretty easy.

Yet the 23-year-old Swiss blocker has a reason to be restless, anxious. He has a fight on his hands. A race against the clock to return to fitness. Last week he tore his sartorious muscle in his thigh.

The damage threatens to scupper Marco and his teammate Nico Beeler’s chances of appearing at the one tournament they focus their body and mind for every summer: the Swatch Major Gstaad.

Their home tournament, it’s the summer sporting of the year that Marco’s friends and family make a four-hour pilgrimage from Amriswil, in the north of Switzerland close to the German border, every year. If you’re Swiss, this is the one competition you do not miss.

“It’s the main goal of all teams from Switzerland to play in Gstaad every season,” says Marco, who teamed up with Beeler at the start of the 2017 season. “It would be really, really sad if I don’t make it.”

The blocker, due to celebrate his 24th birthday three days before the start of the tournament on July 10, is doing everything in his power to ensure he makes it. Together with Nico, the pair are already guaranteed a spot in the 32-team main draw. To say he’d be devastated if he missed out would be an understatement.

“It would be the perfect comeback to make it,” continues Krattiger. “We’re working hard to ensure I can. I see the physio every day but at that the moment there is no prognosis. We’re doing everything we can to make it.”

The unfortunate timing of Marco’s injury isn’t just a shame because Gstaad is a tournament close to their hearts. No, the troublesome thigh problem has also halted the teams’ escalating progress on the sand. Only last month they finished fifth in the four-star event in Itampema, Brazil – their best result on the World Tour in a year.

“It’s one of the worst moments, to have an injury like this, right now,” says Krattiger. “We felt we were playing really well, we’d had a good tournament in Brazil and finished in the quarterfinals. We’d made a change in Lucerne, changing sides – I’m now playing on the left – and we felt really confident and could feel that improvement.”

This year’s Gstaad tournament will be the fourth as a Major. It will also be the 19th time the town 1,050 meters high in the Alps has held a men’s event. Twelve months ago, Marco and Nico finished ninth and ran reigning Olympic champions Alison Cerutti and Bruno Oscar Schmidt close in the pool play. The pair beat Mexican Olympians Virgen/Ontiveros but then succumbed to eventual silver medalists, Piotr Kantor and Bartotz Losiak of Poland, in the round of 16. They will want to improve that this year.

“We came into last year’s tournament off the back of two defeats in qualification,” explains Marco. “We had already finished fourth in The Hague so it was a bit of a rollercoaster and our aim, like it is now, is to becoming more consistent. This year there’s been a lot of tough losses but in every game I felt we’ve had chances to win.”

Should Marco and Nico take their place on the sand at the iconic Gstaadium, you can be sure the duo will be welcomed with open arms by the staff and volunteers at the World Tour’s most picturesque and friendly stops.

“There are many reasons why Gstaad is so popular with the players, but the main reason is the real family atmosphere,” says Marco. “It’s like a small village, everybody knows each other, the volunteers and staff say ‘hi’ and talk to you on first name terms, even the staff in the supermarket recognize you and ask you how you’re doing.

“Of course the location is amazing too and the cowbells… well for me winning one of those and standing on the podium and hearing the Swiss national anthem would be a dream.”

In three weeks’ time, the Swatch Major Gstaad will reach its climax. And if you hear the sound of the Swiss national anthem and see the red flag and white cross hoisted highest, you can be sure that Marco will have the biggest smile in Switzerland – and you will know what he’s had to overcome to get it.

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Beeler/Krattiger müssen längere Zeit aussetzen

Das Schweizer Beachvolleyball-Duo Nico Beeler/Marco Krattiger kann in den nächsten Wochen keine Turniere bestreiten. Krattiger hat sich einen Muskelfaserriss im Oberschenkel zugezogen.

Für das Duo kommt die Verletzung zu einem ungünstigen Moment. Einerseits zeigten sich die beiden an den letzten Turnieren in Olten und Locarno deutlich verbessert, andererseits stehen im Juli das Majorturnier in Gstaad und die Europameisterschaften in den Niederlanden an. Ob Krattiger diese beiden Turniere bestreiten kann ist aktuell noch offen und hängt vom Verlauf der Rehabilitation ab.

Marco Krattiger: "Natürlich bin ich enttäuscht über den ungünstigen Zeitpunkt der Verletzung, allerdings schaue ich schon wieder positiv in die Zukunft. Mein persönliches Ziel ist in Gstaad wieder auf dem Feld zu stehen und dafür werde ich alles geben." Mit täglicher Physiotherapie trainiert der 23-jährige Thurgauer auf eine schnelle Rückkehr hin.

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Turnier Locarno

Als Titelverteidiger sind wir die Gejagten. Wir nehmen diese Rolle bewusst an, wollen die Spiele bestimmen und unser Ding durchziehen. Das Wetter? Sehr gut bis heiss. Unsere Unterkunft? Gemeinsam mit Quentin Métral mieten wir ein Appartement, drei Minuten von der Piazza Grande entfernt.

Zum Turnier:

1. Spiel: 2:0-Sieg (21:17, 21:15) gegen Fabio Berta/Alexei Strasser (Partner von Nico 2015/2016). Unsere Gegner haben zuvor Jonas Kissling/Mats Kovatsch 2:1 geschlagen. Wir starten extrem gut und schlagen – wie schon in Olten – auf Berta auf. Nico macht viel Druck im Service. Die Gegner kommen zwar phasenweise wieder etwas heran, aber der Sieg ist nie in Gefahr. 

Viertelfinal: 2:0-Sieg (21:19, 21:19) gegen Michael Zandbergen/Gabriel Kissling (Nr. 3 der Schweiz). Irgendwie ein komisches Gefühl, gegen diese beiden zu spielen. Sie haben die gleichen Coaches, wir trainieren am selben Ort. Und doch: Trainiert haben wir erst ein Mal gemeinsam, im letzten Winter. Sie spielen vor allem 1- und 2-Star-Turniere. Deshalb sind wir die Favoriten, und doch wissen wir nicht, was uns erwartet.

Das Spiel ist lange ausgeglichen. Richtig absetzen können wir uns nie, doch den 1. Satz bringen wir mit 4 Punkten am Schluss sicher heim. Im 2. Satz liegen wir immer ein bisschen vorne, am Schluss reicht es für den Sieg.

Halbfinal: 0:2-Niederlage (19:21, 16:21) gegen Michal Bryl/Grzegorz Fijalek (POL/aktuelle Weltnummer 14), die mit einer Wildcard spielen. Michal Bryl spielte die gleichen Juniorenwettkämpfe wir Marco und gewann fast alles: U18 EM-Bronze, U19 WM, U20 EM-Silber , U21 WM-Gold, U22 EM-Gold. Die Polen spielen technisch sauber, ruhig und konstant. Und Sie sind ziemlich abgebrüht! Wir dagegen bringen Emotionen, viel Power und ein bisschen weniger Konstanz. 

Im 1. Satz liegen wir 11:8 vorne, dann die Polen, wir kommen nochmals ran, können aber die entscheidenden Punkte nicht machen. Im 2. Satz geht vor allem im Spielaufbau nicht mehr viel, wir verlieren etwas die Aggressivität im Abschluss und schlussendlich auch das Spiel. Die Enttäuschung ist riesig!

Spiel um Platz 3: 2:0- Sieg (21:12, 21:17) gegen Florian Breer/ Yves Haussener. Wir sind zwar gute Freunde, aber als Gegner sind sie alles andere als angenehm. Beide sind kleiner als 190 cm, sie haben einen eigenen Stil und – wegen ihrer Grösse – meistens das Publikum auf ihrer Seite. Devise: «Verlieren verboten!»

Wir nutzen unsere physische Überlegenheit gut aus. Im Sideout machen wir viel Druck durch hohe Angriffsbälle. Im Service und der Verteidigung spielen wir auf einem konstant hohen Niveau, trotz Hitze. Wir gewinnen den 1. Satz klar. Im 2. Satz spielen die jungen Basler ein gutes Sideout, und wir sind in Block und Defense nicht mehr so konsequent. Die Hitze macht sich bemerkbar. Besonders Marco braucht ab und zu länger, bis er wieder bereit ist nach langen Ballwechseln. Bis 13:13 ist der Satz ziemlich ausgeglichen. Wir lassen einige Chancen im Block und der Verteidigung aus. Danach passt es besser, wir können uns etwas absetzen und den Vorsprung halten. 

Über das ganze Turnier gesehen sind wir mit unserer Leistung zufrieden. Dass wir die Titelverteidigung verpasst haben, nervt uns aber ziemlich!

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Turnier Olten

Hier schafften wir 2014 unseren ersten gemeinsamen Turniersieg auf der Coop Beachtour. Wenn das kein gutes Omen ist! Wir konzentrieren uns in der Woche vor dem Turnier vor allem auf die Fitness, damit wir eine gute Basis haben für den Rest der Saison. Wir starten also mit etwas schweren Beinen.

Zudem setzen wir uns für das Turnier technische Ziele: Marco will den Rhythmus bei der Annahme regelmässiger gestalten. Und wir machen die Vor- und Nachbereitung sowie die Analyse der Spiele ohne Coach. So wollen wir  unsere interne Kommunikation verbessern.

Zum Turnier:

1. Spiel: 2:0-Sieg (21:18, 21:16) gegen Jonas Kissling (Partner von Marco 2013) / Jonas Stadelmann (Partner von Nico 2013). Die Gegner kommen als Nr. 8 über die Qualifikation ins Turnier, wir sind die Nr. 1. In beiden Sätzen das gleiche Bild: Wir ziehen davon, lassen sie herankommen und ziehen wieder davon.

Viertelfinal: 2:0-Sieg (21:13, 21:18) gegen Quentin Métral (Mitbewohner von Marco) / Simon Hagenbuch (Trainingspartner). Guter Start mit viel Druck im Block und gutem Stellungsspiel, dazu die guten Services – unsere Gegner haben Mühe. Wir gewinnen den 1. Satz klar, im 2. haben wir auch alles im Griff.

Halbfinal: 2:0-Sieg (21:16, 21:15) gegen Fabio Berta (Ex-CH-Beachvolley-Nationalspieler) / Raphael Licka. Wir starten gut und erzielen viele Breaks. Sideout und Service sind etwas fehleranfällig. Im 2. Satz starten wir schlecht, wir liegen zurück. Doch wir schaffen die Wende – dank viel Druck im Service und wenigen Fehlern.

Final: 2:0-Sieg (21:14, 21:16) gegen Adrian Heidrich / Mirco Gerson (Nationalteam-Trainingspartner). Aus den gemeinsamen Trainings kennen wir sie sehr gut, leistungsmässig sind wir nahe beisammen. Das macht das Spiel nicht einfacher. Wir starten sehr fokussiert und konzentriert, inklusive viel Druck beim Aufschlag, fast fehlerfreiem Sideout und variantenreichem Spiel. Der 1. Satz gehört uns. Im 2. Satz spielen die Gegner risikoreich beim Aufschlag. Sie kommen bis auf zwei Punkte heran. Doch wir ziehen davon und gewinnen auch diesen Satz. Damit ist klar: Wir gewinnen das Turnier ohne Satzverlust. Stark!

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Itapema (BRA): FIVB 4-Star 16.-20.5.: Highlight

Nein, es ist kein Schreibfehler: Wir fliegen am Sonntag Abend nach dem Turnier in Luzern nicht an den Ipanema-Strand von Rio, sondern eben nach Itapema. Zürich – Sao Paulo – Forianapolis mit dem Flugzeug, dann noch eine Weile mit dem Shuttlebus bis nach Itapema – das ist unsere Reiseroute. Wir logieren sehr zentral. Unser Appartement liegt ganz in der Nähe des Centercourts und100 Meter vom Strand entfernt.

Das Turnier hat’s in sich: Zuerst wird unser Coach krank. Teilzeit-Ersatz steht schnell bereit. Nicole Eiholzer (Eiholzer/Steinemann) ist bereits ausgeschieden, sie übernimmt den Service beim Warm-up. Ein grosses Merci an dieser Stelle! Das erste Pool-Spiel gegen Nivaldo/Gonzales (CUB) verlieren wir knapp. Dann – 15 Minuten vor dem zweiten Match – kommt ein Offizieller zu uns. Er teilt uns mit, dass Ramon Gomes/Fernando (BRA) nicht antreten können (Fussverletzung). Wir gewinnen forfait. 

In den K.O.-Spielen nehmen wir Revanche für Niederlagen in Doha und Mersin. Wir gewinnen gegen Cherif/Ahmed Tijan (QAT) und Perusic/Schweiner (CZE). Das gibt Selbstvertrauen! Im Viertelfinal verlieren wir gaaanz knapp gegen Mol/Sorum (NOR). Mit dem 5. Platz erspielen wir uns wertvolle Punkte, die uns in der Qualifikation wieder etwas nach vorne bringen.  

Ein Highlight auf der Heimreise: Per Zufall treffen wir auf die Volleyball-Nationalmannschaft Brasiliens! Idole unserer Volleyballjugend, hautnah! Wow!

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Luzern: FIVB 3-Star 9.-13.5.: Nummer 1

Letztes Jahr wurde das Turniert abgesagt, doch diesmal findet es statt! Gut so. 

Am 8.5. läuft die Qualifikation. Stolze Eintrittspreise haben einen Einfluss auf das Besucheraufkommen. Das betrifft uns nicht, denn wir sind als Nummer 1 gesetzt.

 

Auf dieses Turnier hin probieren wir etwas Neues. Wir wechseln die Seiten. Nico spielt jetzt rechts, Marco links. Die erste Bewährungsprobe hat es in sich. Rosenthal/Budinger (USA) sind ein harter Brocken. Rosenthal hat 10 World-Tour-Siege, Bundinger war NBA-Basketballer. 

Gegen die Legende werden wir nicht zu Helden, wir verlieren. Der Pool-Sieg ist bereits kein Thema mehr. Dafür kämpfen wir um den Verbleib im Turnier. Das gelingt uns mit einem Sieg gegen die Medalliengewinner des FIVB 3 Star auf Kish Island Walkenhorst/Winter (GER). In der ersten K.O.-Runde gewinnen wir klar gegen die Beachvolleyvikings Berntsen/Mol (NOR), in der zweiten Runde ist Schluss: Heidrich/Gerson (SUI) läuft’s sehr gut im Moment. Wir verlieren und sind raus. Trotzdem nehmen wir viel positives aus dem Turnier mit. Wir haben bereits eine Idee wie unser "neues" Spiel aussehen könnte und sind uns sicher wieder auf dem richtigen Weg zu sein!

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Mersin (TUR): FIVB 3-Star 2.-6.5.: Knapp, knapp

Mersin liegt am Mittelmeer. Die Anreise dauert: Mit dem Flugzeug via Istanbul nach Adana, von dort mit einem Shuttlebus in 2 Stunden in die Stadt mit 1,7 Mio. Einwohnern. Sie ist nicht sehr sauber, es hat viele streunende Hunde. Zudem sind die Temperaturen extrem hoch. Zum Frühstück gäbe es Pommes, mittags essen wir Fleisch vom Grill mit Fladenbrot und Salat.

Das Turnier verläuft durchzogen. Im ersten Pool-Spiel sind wir zwar die Favoriten gegen Tiisaar/Nölvak (EST), trotzdem verlieren wir. Boehlé/van der Velde (NED) schlagen wir in drei Sätzen. In der ersten K.O.-Runde ist dann Schluss. Perusic/Schweiner (CZE) kennen wir sehr gut, da wir oft gemeinsam trainieren. Das ist wohl diesmal kein Vorteil. Wir verlieren denkbar knapp. Das Positive? Das nächste Turnier folgt sogleich.

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Xiamen (China): FIVB 4-Star 18.-22.4.: Wildcard

Via Hongkong geht’s nach Xiamen, einer Metropole im Südosten des Landes.Wir sind (zu) früh unterwegs, da wir nicht mit einer Wildcard für das Hauptturnier rechnen, aber schlussendlich doch eine erhalten

Wir erfahren im Voraus, dass die Courts noch nicht bereit sind. Deshalb wird aus dem Zwischenstopp in Hongkong ein kurzes Sightseeing mit Übernachtung – Food und Massage inklusive.

In Xiamen machen wir es wie immer. Wir essen viel Reis – und Trockenfleisch aus der Schweiz. Das hat sich bewährt. 

Das Turnier ist zum Vergessen: Wir verlieren unsere Spiele – gegen Plavins/Tocs (LAT) knapp und gegen Prudel/Szalankiewicz (POL) klar und deutlich. Wie schon des öftern in der Vergangenheit fallen wir in alte Verhaltensmuster zurück. Und jetzt? Pause! Wir sind frustriert und buchen unseren Rückflug für ziemlich viel Geld um. Die Lust auf Asien ist uns gerade ein bisschen vergangen. Ein paar Tage zu Hause bei der Familie tun gut. 

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Zürich: Coop Beachtour 5.-8.4.: Heimspiel

Endlich! Für einmal sind die Temperaturen angenehm in Zürich. Natürlich kann man das nicht unbedingt erwarten Anfang April. Aber es ist cool, wenn es warm ist.

Das Turnier in Zürich ist für uns immer aussergewöhnlich. Familie, Freunde – hier sehen wir immer sehr viele bekannte Gesichter. Deshalb wollen wir unsere Sache natürlich besonders gut machen. 

Und genau hier liegt dann manchmal der Haken: Wir setzen uns (zu) stark unter Druck. Dem knappen Sieg gegen KovatschKissling folgt eine klare Niederlage gegen Varenhorst/Bouter (NED). Im Viertelfinal gibt’s einen 2-Satz-Sieg gegen Hagenbuch/Métral, danach drehen wir den Halbfinal gegen Heidrich/Gerson. Die Olympia-Bronze-Gewinner Brouwer/Meuwsen (NED) sind im Final ein bisschen stärker als wir.

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Doha : FIVB 4-Star: Teilweise ok.

Miami – Doha mit einem 24-stündigen Zwischenstopp zuhause (zum Waschen und Koffer umpacken): Nach der Ankunft in Doha spüren wir die 8 Stunden Zeitverschiebung zu Amerika schon ein bisschen.

 

Trotz Müdigkeit in den Knochen starten wir erfolgreich ins Turnier. Nach dem Freilos in der ersten Qualifikations-Runde, gibt’s einen Sieg – erneut stehen wir im Main Draw eines grossen Turniers.

Dort geht es zügig – allerdings in die falsche Richtung. Wir verlieren gegen Brouwer/Meuwsen (NED) extrem knapp. Gegen die zwei eingekauften Afrikaner aus Katar verlieren wir, auch erst im dritten Satz. Das Turnier ist für uns vorbei, die Lust auf kulturelle Erlebnisse hält sich in engen Grenzen.

Da uns in dieser wohl luxuriösen, aber menschenleeren Stadt nicht mehr gerade viel hält, möchten wir unsere Flüge umbuchen. Bei unserem Coach klappt das nach 1,5 Stunden in der Warteschlange.

Es geht aber noch umständlicher: Da auch online nichts zu machen ist, müssen wir (Marco und Nico) mit dem Taxi in die Stadt zum Büro von Qatar Airways. Endlich! Wir fliegen am Donnerstag statt am Samstag zurück in die Schweiz.

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Fort Lauderdale (USA): FIVB 5-Star: Vorwärts schauen

Bereits zehn Tage vor Turnierbeginn fliegen wir in die USA. Dieser zusätzliche Trainingsblock hat sich in der Vergangenheit bewährt. Wir gewöhnen uns an die Bedingungen (Wind!), erholen uns von den Reisestrapazen und absolvieren gute Trainings.

Ach ja, die Reise: Nach 10 Stunden in einem komplett ausgebuchten Flugzeug müssen wir noch die Sache mit der Unterkunft klären. «Gebucht» heisst eben nicht immer «verfügbar», vor allem während des Spring Breaks.

Das Turnier: Wir müssen durch die Qualifikation. Als Belohnung warten in den Pool Plays Alison/Bruno (BRA)! Wir verlieren knapp. Dann gewinnen wir gegen Yarzutkin/Sivolap (RUS). Wir sind im 1/16-Final. Gegen Plavins/Tocs (LAT) machen wir ein paar Fehler zu viel, wir sind raus.

Es war ein paar Mal sehr knapp. Das gibt uns Selbstvertrauen!

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Teneriffa (ESP): Trainingslager 30.1.-8.2.

Das Trainingslager auf Teneriffa hat bereits Tradition. Zum vierten Mal verbringen wir eine intensive Woche auf der grössten der Kanarischen Inseln vor Westafrika.

Wir profitieren von guten Trainingsbedingungen und starken Trainingspartnern. Dieses Jahr trainieren wir vor allem mit Herrera/Gavira, der Nummer 1 Spaniens. Weitere Sparringpartner sind Bouter/Varenhorst (NED) und Kantor/Losiak (POL).

Eine besondere Einrichtung ist die «Volleyball-Werkstatt» von Breer/Haussener-Coach Erwin in Los Christianos: In der Garage des Hauses befindet sich auf 5 x 5 Meter Fläche ein kleiner Kraftraum. Zudem hängen überall Netze und Körbe. Spielt man den Ball in einen Korb, wird er umgeleitet – und kommt an einem anderen Ort wieder zum Vorschein. Selbstverständlich hat es in der Mitte des Raumes noch ein Netz.

So kann man sehr gut allein trainieren. Und ganz nebenbei hat man das Gefühl, man sei Teil eines überdimensionalen Flipperkastens!

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Pelhrimov (CZE): CEV Masters 11.-14.1.: Weiter so!

Ländlich ist es hier, ca. 1,5 Stunden von Prag entfernt! Die Leute sind sehr freundlich, die Organisatoren geben ihr Bestes für ein gutes Turnier.

Allerdings ist die Infrastruktur für ein CEV Masters eher zu knapp berechnet. Wir spielen uns in einem geheizten Festzelt ein. Der Sand ist sehr kalt, das Zelt nur drei (!) Meter hoch.

Die Veranstalter passen das Angebot an Tribünen bzw. Spielfeldern über Nacht den Bedürfnissen an. Aus drei Feldern am Donnerstag/Freitag wird bis Sonntag ein einziger Court, dafür gibt es laufend mehr Platz für Zuschauer.

Mit dem Resultat sind wir zufrieden: Ein Auftakt-Sieg gegen Brouwer/Meeuwsen (NED/Weltmeister 2013/Olympia-Dritte 2016), dann eine Niederlage gegen Perusic/Schweiner (CZE) sowie ein Sieg gegen Winter/Hörl (AUT) bringen uns in die Viertelfinals. Dort ist Endstation gegen Kantor/Losiak (POL).

Fazit: Als Nummer 12 der Setzliste haben wir den Vierteilfinal in einem sehr gut besetzten Turnier erreicht. Dazu kommt der Erfolg gegen die späteren Sieger. Wenn alles zusammenpasst, gewinnen wir gegen die Besten der Welt!

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Den Haag (NED): FIVB 4-Star: Gute Ansätze

Es zeigt sich einmal mehr: Wir sind emotional. Das ist ja gut und recht, aber auf dem Spielfeld nicht unbedingt von Vorteil.

 

Am 4. Januar starten wir abends definitiv in unsere neue Saison. Den ersten Ernstkampf gegen das neu formierte Duo Rangheri/Caminati (ITA) verlieren wir. Die Taktik von Coach Markus Egger setzen wir grundsätzlich gut um. Wir machen viele Punkte aus Block/Defense - aber auch viele Eigenfehler. Das Highlight ist der zweite Satz (21:14).

Das zweite Gruppenspiel gegen Nurminen/Siren (FIN) verläuft ähnlich. Guter Startsatz, dann ein paar Fehler zu viel – und schon ist’s passiert. Im dritten Satz wird’s eng, mit dem besseren Ende für das andere Team.

Für die Zukunft nehmen wir mit: Wir können die Gegner dominieren, Zweifel abschütteln und im dritten Satz zurückkommen. Deshalb müssen wir die Eigenfehler-Quote senken, Unsicherheiten ausmerzen – und weiter an den Emotionen arbeiten. Sind die raus, sind wir drin.

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Interview: Coach Markus Egger

Markus Egger, du arbeitest seit 2017 mit Nico Beeler und Marco Krattiger zusammen. Welche Ziele hast du mit dem Team für 2018?

Das Team Beeler-Krattiger will sich 2018 in den Top 20 der Welt etablieren. Ich begleite Nico und Marco auf diesem Weg, ich führe und treibe sie an. 

Zudem planen wir langfristig. Ich bewerte die kommenden Events entsprechend und ziehe die notwendigen Schlüsse. Das Ziel ist klar: Tokio 2020!

Welche Stärken hat das Team?

Nico und Marco haben letzte Saison ein paar sehr wichtige Spiele gewonnen. Und das ist zentral: In den entscheidenden Momenten bestehen sie als Team, sie gewinnen grosse Matches gemeinsam. Diese Eigenschaft ist im Beachvolleyball ganz wichtig. Man kann sie aber nicht trainieren.

Wo hat Beeler-Krattiger noch Verbesserungspotenzial? Welches ist die grösste Herausforderung 2018?

Um Stärken zu erkennen, braucht es auch Schwächen. Ich denke, dass es Nico und Marco immer noch schwerfällt, gewisse Schwächen zu akzeptieren. Erwartungen orientieren sich oft an Extremen, an den «besten» und an den «schlechtesten» Momenten.

Unser Spiel ist zurzeit noch sehr von Emotionen geprägt. In Zukunft sollen Nico und Marco handlungsorientiert agieren. Werden sie sich der Wirkung Ihrer Handlungen noch mehr bewusst, sind ihre Aktionen weniger stark von aufkommenden Emotionen beeinflusst.

Die beiden Athleten haben sehr hohe Erwartungen an sich selbst. Das könnte eine grosse Herausforderung sein.

Welche Vorteile hat die individuellere Betreuung?

Die ganze Planung wird einfacher. Die Abstimmung zwischen zwei Trainern und drei Teams entfällt. Im nationalen Stützpunkt erwarten wir durch diese 1:1- bzw. 1:2-Betreuung (der anderen Teams) mehr Kontinuität und Flexibilität sowie eine noch zielorientiertere Arbeit von allen Beteiligten.

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Den Haag: optimale Bedingungen

Für 2 x 4 Tage Trainingslager fliegen wir im Dezember 2017 nach Holland. Und dann das: Schnee! Schnee empfängt uns! Wir sind überzeugt, dass das so sein muss. So fühlen wir uns noch ein bisschen mehr zuhause hier.

Überhaupt: Mit Den Haag verbinden wir nicht nur einen unserer grössten Erfolge im vergangenen Jahr. Wir haben auch sonst – ohne viel Aufwand – mehrere Gründe gefunden, in diese Metropole zu reisen.

Die Trainingsbedingungen sind schlicht sensationell: Eine riesige Indoor-Anlage mit mehreren fix installierten Beachvolleyball-Feldern sorgt für optimale Voraussetzungen für unsere Einheiten im Sand. Wir trainieren mit Weltklasse-Teams, unter anderem mit Brouwer/Meuwsen (Weltmeister 2015). So können wir die Erkenntnisse aus dem Videostudium sofort und zielgerichtet in der Praxis umsetzen.

Zudem findet hier unser erstes Turnier 2018 statt. Wir wissen also bereits, was uns erwartet, wenn wir am 3. Januar unseren ersten Match der neuen Saison spielen.

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Umfeld: besser organisiert

Wir passen das Umfeld besser an unsere Bedürfnisse an. Neu ist Markus Egger unser alleiniger Cheftrainer.

Zudem trainieren wir praktisch nur noch zu zweit und reduzieren die Einheiten mit anderen Teams von 5 Sessions auf 1 Training pro Woche. So sind die Trainings wirklich auf uns zugeschnitten, wir arbeiten noch fokussierter an unserem Erfolg.

Nach dem Training im Sand (Skills am Ball) und im Kraftraum (Physis) besprechen wir Spielzüge und Taktik, auch anhand von Videosequenzen. Wir planen unsere eigenen Aktivitäten und müssen keine Rücksicht (mehr) auf andere Teams nehmen. Der Fokus liegt zudem auf der Entwicklung unseres eigenen Spielstils.

Auch im mentalen Bereich gehen wir einen Schritt weiter. Wir vertiefen die Zusammenarbeit mit dem Sportpsychologen Philipp Röthlin. Bewältigung von negativen Emotionen, Einstellung und Verhalten auf dem Court sind hier die Themen.

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Beeler-Krattiger: Die Marke

Spitzensportler sind auch Unternehmer. Organisation/Administration und Marketing gehören zum Geschäft.

Wir planen zwar so weit als möglich voraus. Aber da der Turnierkalender der FIVB (Fédération Internationale de Volleyball) laufend angepasst wird, müssen wir flexibel bleiben. Und natürlich ist unser Kerngeschäft sehr unberechenbar. Fliegen wir raus, fliegen wir heim.

Das zieht Organisatorisches mit sich: Flüge/Unterkünfte/Taxis sowie Trainingslager und -plätze zu möglichst guten Konditionen (um-)buchen sowie Sparringpartner suchen ist während der Saison praktisch daily business.

Neben den täglichen Trainings kümmern wir uns um unsere Vermarktung: Erstellung von Dossiers, Termine mit potenziellen Sponsoren, Betreuung der Webseite und Erstellung des Newsletters gehören ebenso dazu wie regelmässige Feeds auf sämtlichen Social-Media-Kanälen.

Die Marke Beeler-Krattiger wächst. Wir entwickeln uns weiter, wir werden bekannter, die Präsenz in den Medien steigt. Das freut und motiviert!

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Ziele 2017: erreicht!

Während der Saisonplanung haben wir uns konkrete Ziele für 2017 gesteckt:

3-Star-Turniere: 1 x Top 5

5-Star-Turniere: 1 x Top Ten

Wir haben sie übertroffen. Denn erreicht haben wir:

3-Star-Turniere: 4. Platz in Den Haag

5-Star-Turniere: jeweils 9. Platz in Fort Lauderdale und Gstaad

Coop Beachtour: Wir sind die Nummer 1 der Schweiz. 3 Turniere, 2 Siege.

Ranking: Prognosen waren schwierig, da der Berechnungs-Modus ziemlich komplex ist. Zudem sind die Turniere unterschiedlich bewertet. Ein 5-Star- gibt mehr Punkte als ein 3-Star-Turnier. Insofern ist ein 9. Platz in Gstaad punktemässig wertvoller als ein 4. Platz in Den Haag.

Laufende Änderungen im Turnierplan machen das Ganze noch ein bisschen komplizierter. Fakt ist, dass wir auf Rang 50 starteten und jetzt auf Platz 26 stehen – im World Ranking. #Proud ;-)

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Merci villmol!

Wer am 4. November 2017 an unserem Gönnerfest dabei war, hat gemerkt: Uns fehlen zwar selten die Worte. Aber wir sind schon ziemlich überwältigt.

Diese riesige Unterstützung, das Wohlwollen, der Teamspirit ist unglaublich! Wir fühlen uns wirklich getragen von unseren Gönnerinnen und Gönnern. Danke, thank you, merci, grazie, grazia fitg!

Der gemütliche, unterhaltsame Abend war der gelungene, stimmungsvolle Abschluss unseres Jahres. Und gleichzeitig der perfekte Start in das neue Jahr. 2018, wir kommen! Ungebremst!

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Bern: Schweizermeisterschaften 30.8.-1.9.: Alle auf uns!

Der Spätsommer wird genau am Finaltag zum Frühherbst. Die Stimmung auf dem Bundesplatz ist trotzdem hervorragend bei allen Beteiligten.

Zum Turnier: Mit einem knappen Sieg gegen Hagenbuch/Métral starten wir. Im Viertelfinal gegen Chevalier/Strasser müssen wir über 3 Sätze. Marco rennt im 1. Satz bei einer Rettungsaktion in die Bande: Schnittwunde im Finger! Das ist ein Weckruf, wir gewinnen schliesslich.

Breer/Haussener besiegen wir im Halbfinal klar. Wir zwingen sie zu Fehlern, unser Sideout ist sehr gut. Dann, im Final, spielen wir erneut gegen Chevalier/Strasser. Wir nutzen unsere vielen Chancen nicht, die Gegner machen praktisch keine Fehler. Die Konsequenz: Silber.

Das letzte Turnier einer intensiven Saison zeigt uns: Wir sind auf dem richtigen Weg. Das Trepp(chen)steigen konnten wir in der Schweiz mehrmals üben. Und in Den Haag waren wir ganz, ganz nahe dran!

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Jurmala (LAT): EM 16.-20.8.: Lichtblick

Ungefähr 57‘000 Menschen leben in diesem Badeort an der Ostsee. Dass es eher kühl ist (20 Grad), hat keinen Einfluss auf die Stimmung. Die Zuschauer im Center Court sind auf jeden Fall ziemlich laut, vor allem während unserer Spiele gegen die Einheimischen.

Wir sind als Nr. 13 der Setzliste im Main Draw. Die Gruppenspiele gegen Böckermann/Harms (GER) und Giginoglu/Mermer (TUR) gewinnen wir. Der Service macht den Unterschied. Gegen Samoilovs/Smedins (LAT) sind wir zu wenig frech, wir verlieren.

In der nächsten Runde treffen wir nochmals auf Letten. Gegen Tocs/Finsters verloren wir in Moskau. Die Revanche gelingt, wir gewinnen in 3 Sätzen. Im Achtelfinal ist dann Endstation. Fijalek/Bryl (POL) sind stärker – wie schon in Fort Lauderdale. Block und Defense sind ganz gut, mit unserem Sideout-Spiel vergeigen wir den Sieg.

Wir sind eigentlich einigermassen zufrieden. Aber als Sportler will man dann doch mehr. Gegen Teams auf unserem Level siegen wir, die Besten fordern wir. Wenn alles passt, liegt da noch was drin. Darauf bauen wir auf.

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Vaduz: CEV Satellite 9.-13.8.: Spannung bis zum Schluss

Zu Beginn des Turniers ist es ist kalt in Vaduz, sehr kalt – und es regnet. Ideales Beachvolleyball-Wetter also. Am Wochenende werden die Bedingungen immer besser.

Wir beweisen einmal mehr, dass wir uns vom Wetter definitiv nicht beeinflussen lassen. Als Nr. 1 der Setzliste starten wir mit einem Sieg gegen Heidrich/Kissling sowie einer Niederlage gegen Zemljak/Pokeršnik (SLO). Dann folgen klare bzw. verdiente Erfolge gegen Babich/Gordieiev (UKR) und Perusic/Schweiner (CZE). Im Viertelfinal gegen Loiseau/Gauthier-Rat (FRA) entwickelt sich ein enges Spiel. Im 1. Satz machen wir zu viele Eigenfehler, den 2. Satz gewinnen wir klar. Und dann eben der Krimi! Satz 3 geht die Verlängerung, erst bei 21:19 für die Gegner ist Schluss.

Wir schauen vorwärts. Die nächsten Höhepunkte warten auf uns: Die EM in Lettland steht an. Und Ende August freuen wir uns auf Unterstützung an der Schweizermeisterschaft in Bern!

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Basel: Coop Beachtour 29.7.-1.8.: Sieg!

Basel: Coop Beachtour 29.7.-1.8.: Sieg!

Die Vorbereitung auf das Turnier in Basel verläuft zwar ungewöhnlich, da wir als WM-Ersatzteam irgendwie an zwei Orten präsent sein müssen. Das ist nicht immer ganz einfach.

Aber die Ausgangslage für das Heimturnier ist trotzdem gut. Wir versuchen, als EM-Vorbereitung und wie schon Mitte Juli in Slowenien, vermehrt über Shots und platzierte Bälle zu spielen. Das gelingt meistens.

Gabathuler/Kovatsch schlagen wir zum Auftakt klar und deutlich. Im zweiten Match spielen wir dann eben gegen unsere Vergangenheit. Chevallier/Strasser – unsere Ex-Partner – gewinnen knapp. Wir sind im Verlierertableau.

Dort gewinnen wir in drei Sätzen gegen Watson/O’Dea (NZL) trotz schlechtem Spiel knapp. Der Halbfinal gegen Breer/Haussener ist dank wenig Fehlern und guter Konstanz eine klare Sache. Im Final dann die Revanche gegen Chevallier/Strasser: Sieg in zwei Sätzen! YES!

Spannende Spiele , tolle Stimmung im gut besuchten Stadion, gute Emotionen und ganz viel Spass: Danke, Basel!

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Ljubliana : CEV-Masters: Frust und Blick nach vorne

Die Nightsessions in Ljubliana sind ein Erlebnis – mit Lichtshow und allem Drum und Dran. Aber leider sind wir nur als Zuschauer dabei.

Das erste Spiel gegen ein einheimisches Duo ist einmal mehr sehr umkämpft. Wir gewinnen es mit dem „Plan B“. Das heisst bei Beeler/Krattiger: Weniger harte Schläge, mehr platzierte Bälle mit Spielübersicht.

Im zweiten Match spielen wir gegen Ukrainer. Dank konstantem Spiel im Sideout, gutem Block und solider Defense gewinnen wir schlussendlich klar und deutlich. Zudem können wir besser mit der Hitze umgehen als unsere Gegner.

Wir sind Poolsieger und treten im Viertelfinal gegen ein russisches Team an. Dort passt dann nicht mehr viel zusammen, wir verlieren in drei Sätzen und sind ziemlich frustriert. Fazit: Wir müssen weiter an der Konstanz arbeiten.

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Gstaad: FIVB-5-Star-Turnier: Es läuft gut!

In Baden und Porec sind wir in der Qualifikation gescheitert. Deshalb reisen wir mit einem etwas mulmigen Gefühl an unser Saisonhighlight.

Und dann das! Die tolle Stimmung und das ideale Wetter tragen uns weit. Wir verlieren zwar das erste Spiel gegen die Kubaner. Doch gegen O’Gorman/Plantinga (CAN) gewinnen wir – wie in Den Haag – ein umkämpftes Spiel in zwei Sätzen.

Am 7.7. hat Marco Geburtstag. Es gibt Geschenke: Die Fans singen laut und inbrünstig „Happy Birthday“. Die Olympiasieger und Weltmeister aus Brasilien verlieren den ersten Satz gegen uns. Und die Kubaner gewinnen gegen Kanada. Deshalb sind wir als Gruppendritte eine Runde weiter.

Der 1/16-Final: Das randvolle Stadion tobt, SRF2 zeigt einige Ballwechsel und Marco blockt uns zum Sieg im 3. Satz. Wow!

Im Achtelfinal ist dann Endstation. Kantor/Losiak (POL) sind einfach zu stark. Aber die Stimmung im Stadion ist einmal mehr super! Das gibt Extra-Power für die nächsten Auftritte.

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Baden (AUT): CEV-Masters 21.-25.6.2017: Out in der Qualifikation

Das Turnier der europäischen CEV-Tour entspricht etwa einem 3-Star-Turnier auf der World Tour. Es ist aussergewöhnlich stark besetzt. Das heisst: Beeler/Krattiger, ab in die Quali! 

Quizfrage: Wo in Österreich ist Baden? Ganz in der Nähe von Wien. Gut 6 Autostunden bzw. knapp 700 km liegen zwischen Amriswil und der niederösterreichischen Stadt mit gut 26‘000 Einwohnern.

Die Location ist wirklich cool! Das Turnier bedient die Klischees: Wir spielen im Strandbad bei sehr heissen Temperaturen. Für Abkühlung zwischen den Matches ist auf jeden Fall gesorgt.

Die Spiele sind ein Auf und Ab: Zuerst gewinnen wir 2:1 gegen Hilman/Faiga (ISR) – auch dank mentaler Stärke. Sorum/Berntsen (NOR) siegen in der 2. Runde, weil wir zu ungenau spielen. Was bleibt? Training, Regeneration – und abhaken.

Am 25.6. – es ist Samstag Abend – fahren wir gemeinsam mit Dollinger/Erdmann (GER) direkt nach Porec (CRO). Das FIVB-5-Star-Turnier wartet.

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Den Haag: 4. Rang und «Sport aktuell»

Am Anfang haben wir Glück. Vier Tage vor Turnierbeginn rutschen wir ins Haupttableau. Das hat Folgen neben dem Platz: Marco rasiert sich – wie in Rio versprochen – seinen Bart ab. Zurück bleibt ein Schnauz. Naja…

In die Pool-Spiele starten wir nervös. Gegen Platinga/O’Gorman (CAN) gewinnen wir trotzdem – unter anderem dank einer beeindruckenden Punkte-Serie im ersten Satz. Das Spiel um den Pool-Sieg verlieren wir zwar gegen Evandro/Andre (BRA), aber als Gruppenzweite sind wir in der K.O.-Phase.

Dann habe wir einen Lauf: Gegen die Legende Sean Rosenthal und seinen Partner Taylor Crabb (USA) gewinnen wir klar. Im 1/8-Final schlagen wir die aktuelle Nummer 2 der Welt (Alvaro/Saymon/BRA). Den Viertelfinal gegen Petro/Guto (BRA) gewinnen wir in drei Sätzen. HALBFINAL!!!

Intensiv wird der Samstag: Um 20.30 Uhr treten wir zu unserem dritten Spiel des Tages an. Die Luft ist raus gegen die späteren Turniersieger. Trotzdem: SRF berichtet im «Sport aktuell» über uns. Den Bericht (Sportaktuell vom 17.06.17 ab 04:25) finden Sie unter unter diesem Link:  Sport aktuell

Der Sonntag bringt eine Enttäuschung. Wir verlieren auch dieses Spiel, die Medaille holen wir uns nicht. Aber wir sind stolz auf unsere Leistung, auf jeden Fall.

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Locarno: Coop Beachtour 2.-5.6.2017: Der 1. Sieg!

Die Tage im Tessin sind beste Werbung für das Beachvolleyball: Praktisch immer schönstes Wetter, tolle Partien und eine super Stimmung machen das Turnier zu einem richtigen Volksfest. Dass wir bei der Siegerehrung zuoberst stehen, zeigt uns: Es geht nicht nur vorwärts, sondern aufwärts.

Zum Turnier: Wir finden uns von Spiel zu Spiel besser zurecht. Auf dem Weg in den Final beweisen wir mentale Stärke und entscheiden umkämpfte Sätze zu unseren Gunsten. Fehlt uns in der ersten Runde noch die Konstanz, sind wir im Viertelfinal ready. Der Halbfinal gelingt uns sehr gut.

Im Final machen wir zu Beginn zu viele Eigenfehler. Satz 2 ist der Schlüssel zum Erfolg, nachher sind wir im Flow. Die Belohnung? Eine emotionale Siegerehrung und eine knappe halbe Stunde Autogramm- und Selfie-Termine. Im Anschluss wurden wir sogar noch vom Radio SRF interviewt. Hier gehts zum Interview.

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Moskau: FIVB-3-Star-Turnier 31.5.-4.6.2017: mit Luft nach oben

Wie überall: Taxifahrer sind flexibel. Und unser Kerngeschäft? Der 33. Rang ist garantiert nicht nach unserem Geschmack.


Wer öfters in den Metropolen dieser Welt unterwegs ist, kennt die Situation: Auf einen hoffentlich ereignisarmen Flug folgt die unterhaltsame Suche nach einem Taxi. Überaus hilfsbereite Menschen werben lautstark für ihre Dienstleistung. Auch wenn man die lokale Sprache nicht versteht, weiss man: Wo Tourist, da teuer. Viel zu teuer. 

Wir finden einen „günstigen“ Anbieter, der uns zum Hotel fährt. Da anscheinend alle anderen Zimmer ausgebucht sind, finden wir uns in einer Suite wieder. Not bad.

Das bleibt der einzige Luxus. Unser Spiel ist alles andere als glamourös. Nach einem Match in der Qualifikation ist das Turnier bereits zu Ende. Gegen Tocs/Finsters (LAT) verlieren wir in drei extrem engen, ausgeglichenen Sätzen. Vor allem der Schluss ist bitter: Vom 10:6 zum 13:15! 

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Brasilien: Beachvolleyball ohne Beach!


Die Klischees stimmen für einmal nicht. Statt an der Copacabana ist der Centre Court im Tennis-Olympiastadion in Barra, die Side Courts auf dem Parkplatz nebenan. Zuschauer? Fehlanzeige!

Wir haben zusätzliche Trainingseinheiten vor Ort eingeplant und reisen deshalb ein paar Tage früher nach Rio. Ab dem 10. Mai trainieren wir mit Teams aus Polen (holen später Silber am Turnier) und Norwegen. Besonders die Osteuropäer beeindrucken mit Kombinationsspiel und Ballkontrolle. Der Kraftraum? Überstellt mit allen möglichen Geräten, ohne Klimaanlage und Fenster, dafür mit etwa 30 Grad Raumtemperatur. Herrlich! Das Spiel läuft nicht wie gewünscht. Gegen Huber/Hörl (AUT) verlieren wir. Vor allem im Block und der Feldabwehr spielen wir schlecht. Im Service bauen wir zuwenig Druck auf. Das Sideout (Angriff aus der Annahme heraus) ist ganz passabel. Fazit: Durchschnitt reicht nicht. Vor der Rückreise widmen wir uns der Videoanalyse unseres Spiels, wir trainieren frühmorgens auf dem Feld und später im Kraftraum und schauen uns die Spiele der besten Teams während des Turniers an. Wir sehen Unterschiede und Verbesserungspotenzial. Das Highlight für Marco? Er trifft Dante Elias Trevisan, mit dem er 2013 bei Volley Amriswil spielte.

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Xiamen (China): 40-Stunden-Rückreise!

Hin geht’s einfacher als zurück. Das wissen wir seit unserem China-Abenteuer. Von Genf reisen wir via Peking nach Xiamen. Die trainings- und turnierfreie Zeit verbringen wir mit Sightseeing – inklusive der bekannten Klischees: Wir sehen lärmige Märkte mit allerlei lebendem bzw. totem Getier. Dann gibt es - mangels gegenseitiger Sprachkenntnisse - Verständigungsübungen via Übersetzungsapp. Taxifahrten sind extrem günstig. Allerdings quasseln die Fahrer pausenlos, natürlich nicht auf englisch. Zudem hat man sein idealerweise einen Zettel mit dem Fahrtziel auf Mandarin dabei. Selbstverständlich fallen wir auf durch unsere Grösse. Die Folge: Gekicher, Staunen und Fotos. Und dann eben die Rückreise mit Verspätungen:

Zuerst Xiamen – Peking – Warschau. Dort verpassen wir den Anschluss nach Genf um geschlagene drei Minuten. Nach einem Tag auf dem Flughafen Warschau geht es weiter via Düsseldorf nach Genf – Verspätung inklusive. Da kurz vor Mitternacht kein Zug mehr von Genf nach Bern fährt, müssen wir noch ein Mietauto buchen. Bingo!

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Turnierbericht Xiamen 3*

Xiamen (China): Das Turnier
Grosse Überraschung beim ersten Training: Man sieht den Himmel! Kein Smog! Das bleibt für zwei Tage so – bei 30 Grad und feucht-heissem, schweisstreibendem Klima. Wir profitieren von der extrem guten Trainingsqualität mit Teams aus Belgien, Deutschland und Österreich. Sogar mit den holländischen Weltmeistern von 2013 bereiten wir uns auf das Turnier vor.

Das erste Spiel (gegen ein chinesisches Team) ist schwierig: keine Videovorbereitung, keine Infos, nichts. Die Gegner sind 200 bzw. 208 cm gross. Das macht es nicht einfacher. Trotzdem spielen wir gut, vor allem im Block und in der Defense. Das stabile Sideout bringt uns den Sieg.

In der zweiten Runde warten die Europameister und Olympia-Silbermedaillen-Gewinner Nicolai/Lupo (ITA). Sie sind zu stark, spielen konstanter als wir. Wir sind raus. Die Erkenntnis: Wir müssen mutiger auftreten! Wir kennen das Ziel, wir sind auf dem richtigen Weg.

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Zwei Top Ten- Platzierungen zum Saisonstart!

Fort Lauderdale Swatch Major Series (7.-12.2.2017): Top 10!

Das Resultat? Ein Auftakt nach Mass! Die Anreise: Puah! Von Teneriffa via Basel (an 22.30 h), zuhause (an 01.00 h) und Zürich (ab 12.30 h)direkt zum Sieg in der Qualifikation gegen Heidrich/Kissling. Nach der Gruppenphase mit 2 Niederlagen (BRA/POL) und 1 Sieg (LAT) waren wir in der K.O.-Phase.

Ein heftiges Gewitter zwang zum Turnierunterbruch und veränderte die Bedingungen komplett: Auf heiss-feucht folgte kühl-feucht. Das war uns egal. Wir besiegten Saxton/Schalk (CAN/10). Im 1/8-Final war Endstation. Filiho/Saymon (BRA) und der Wind waren zu stark – im Moment noch.



Mit dem Gratis Login auf der Swatch Major Seite können alle Spiele nochmals unter diesem Link nachgeschaut werden.  
 
 


Kish Island (Iran) FIVB 3-Star-Turnier (15.-18.2.2017): Top Ten!

Anders! Und zwar komplett! So ist es hier. Es heisst zwar «Island». Aber man stellt sich eine Insel einfach nicht so vor. Zudem können wir nicht kommunizieren mit diesen wirklich sehr freundlichen Menschen. Sollen wir hebräisch oder persisch sprechen? Hmm… Komisches Gefühl!

Die Stadt ist irgendwie halbfertig: Zum Beispiel stehen von der Gondelbahn (!) zwischen den Einkaufszentren am Strand (!)erst mal die Masten. Immerhin.

Aber hey, wir sind zum Arbeiten hier. Das tun wir zwar kurz, aber trotzdem irgendwie ganz ordentlich. Wir sind direkt im Main Draw und gewinnen das erste Spiel gegen Smith/Sheaf (ENG). Im 1/8-Final ist Schluss. Wir verlieren gegen Liamin/Krasilnikov (RUS).

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Mit Willen, Durchhalte­vermögen und Talent an die Spitze

Beachvolleyball und Sommer – eine Kombination, die immer mehr Leute begeistert. Sei es das Major Series Turnier in Gstaad, die Coop Beachtour oder die 4-Star-Kategorie, die seit 2017 in Luzern stattfinden – das stark steigende Interesse an der ehemaligen Randsportart ist offensichtlich. Wer bereits im Publikum sass, weiss auch warum. Denn das Ambiente, die Fairness des Sportes, die spürbare Freude im Publikum, sowie das friedliche Ausklingen nach dem letzten Spiel, machen Spass.

Im Beachcenter in Bern haben wir die beiden Profispieler Marco Krattiger (22, Blockspieler) und Nico Beeler (24, Verteidigungsspieler) nach ihrer Teilnahme in Fort Lauderdale und Kish Island (Iran) getroffen. Wenn sie nicht gerade in Vorlesungen sitzen, sind sie hauptsächlich hier in Bern oder auf den grossen Turnieren rund um den Globus anzutreffen. Direkt nach dem Eintreffen im Center würde man sich am liebsten in den Schatten setzen und den Teams abwechslungsweise zuschauen – vorausgesetzt man ist sportbegeistert. Denn diese Sportart live zu sehen, macht doch noch einen Unterschied. Nach der Trainingseinheit und zu Beginn des Interviews wollten wir natürlich als erstes wissen, was es dazu braucht, ihren Level zu erreichen. Die Antwort ist ein Gesamtpaket aus einem hohen Ziel, dem Willen, dieses zu erreichen, dem Durchhaltevermögen und dem Ehrgeiz im Zusammenhang mit dem nötigen Talent. Auf die Frage, was für sie persönlich Beachvolleyball ausmacht, nennen sie als ersten Punkt die Abwechslung. Durch das Reisen lernen sie viele verschiedene Länder, Umstände sowie auch Charakteren kennen, die sich je nach Kultur unterscheiden. Zudem sehen sie die Mischung zwischen Professionalität und dem Lifestyle, der an Sonne, Strand und Ferienfeeling erinnert, als Hauptmerkmal dieser Sportart.

Den beiden Sportlern begegnen jedoch auch Herausforderungen und Einschränkungen. Da sie täglich die Energie haben müssen, ihre Höchstleistung abrufen zu können, sind Punkte wie die Erholung in Form von Schlaf als auch die Ernährung elementar wichtig. Platz für lange Partynächte hat es auf diesem Niveau nicht mehr. Zudem kommen mit dem Spielen auch Herausforderungen auf physischer als auch mentaler Ebene auf einen zu. Man müsse eigene Wege finden, diese meistern zu können, sagt Marco. Was auch nicht unterschätzt werden darf, ist die Arbeit neben dem Feld, damit sie beide als Spitzensportler überhaupt überleben können. Die Teams werden zwar vom Schweizerischen Volleyball-Verband, dem Spitzensportmilitär und der Schweizer Sporthilfe unterstützt, jegliche zusätzliche finanzielle Unterstützung muss aber selbst akquiriert werden. Man muss also immer dranbleiben.

Der Arbeitsalltag unterscheidet sich insofern von „herkömmlichen“ Berufen, da der Sport stets im Mittelpunkt steht. Ein erstes Training findet nach dem stärkenden Frühstück statt, die zweite Einheit dann am Nachmittag. Am Abend folgen abschliessend administrative Arbeiten, die sich mit der Vermarktung des Teams beschäftigen. Wichtig sei, dass man sich als Team gut versteht und zusammen eine Vision teilt. Dazu kommt das sportliche Niveau von beiden Spielern, das passen muss, damit beide nach Zielen streben können. So oder so sind beide bereit für ihren Traum zu arbeiten, denn dies sei auch die grösste Motivation, sagen sie.
Wir sind gespannt wohin es mit den beiden jungen Spielern in der Weltrangliste geht und empfehlen einen Besuch an einem der nächsten Turniere in Basel, Biel, Rorschach oder der Schweizermeisterschaft in Bern.